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Kinocharts : „Planet der Affen“ verdrängt Minions

  • Aktualisiert am

Zuschauer mögen Angst vor dem Affen haben - von einem Kinobesuch hält sie das aber nicht ab. „Planet der Affen - Survival“ ist auf Platz Eins der deutschen Kinocharts. Bild: dpa

Der August ist für die Filmindustrie ein kniffliger Monat. Während in Deutschland vor allem rebellierende Affen das Interesse der Zuschauer weckten, setzte sich in Amerika eine Stephen-King-Verfilmung an die Spitze.

          Auch der dritte Teil des Reboots von „Planet der Affen“ lockt die deutschen Besucher erfolgreich in die Kinosäle: „Planet der Affen: Survival“ ist mit 215.000 Besuchern auf Platz eins der offiziellen deutschen Kinocharts eingestiegen. In dem Film kulminiert die Auseinandersetzung um die Vorherrschaft auf unserem Planeten, es geht um die Frage, ob sich die Menschen-Spezies noch einmal gegen die Affen behaupten kann. In dem Film von Regisseur Matt Reeves (“Let Me In“) leiht wieder Andy Serkis dem Affen Caesar seine Gestik.

          Die Minions müssen mit „Ich - Einfach unverbesserlich 3“ die Spitze räumen und stehen nach vorläufigen Trendzahlen mit 209.000 Besuchern jetzt auf dem zweiten Platz. Mit insgesamt 3,6 Millionen Besuchern ist die Animationskomödie bisher der meistgesehene Kinofilm des laufenden Jahres in Deutschland, wie Media Control am Montag mitteilte.

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          „Ostwind - Aufbruch nach Ora“, der dritte Teil des Pferdeabenteuers, rutscht mit 133.000 Besuchern vom zweiten auf den dritten Platz ab. Auf dem vierten steigt die Krimikomödie „Grießnockerlaffäre“ um Kommissar Franz Eberhofer, gespielt von Sebastian Bezzel, mit 121.000 Besuchern neu in die Charts ein. Auf Platz fünf steht ebenfalls ein Neuling: Der von der Kritik schlecht aufgenommene Animationsfilm „Emoji - Der Film“ von Regisseur Tony Leondis lockte am Startwochenende knapp 116.000 Besucher in die Kinos.

          In Nordamerika hat das Fantasy-Drama „Der dunkle Turm“ nach der Romanreihe von Stephen King einen eher enttäuschenden Start hingelegt. In den Vereinigten Staaten und Kanada landete der Film mit Idris Elba und Matthew McConaughey auf dem ersten Platz der Kinocharts, spielte der Branchen-Website „Box Office Mojo“ zufolge aber nur 19,5 Millionen Dollar (16,6 Mio. Euro) ein. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge war das der schwächste Start eines erstplatzierten Films seit Jahresbeginn, was vor allem den sommerlichen Temperaturen geschuldet sein dürfte.

          „Der dunkle Turm“ dreht sich um einen Jungen (Tom Taylor), der eine andere Dimension entdeckt. Dort begegnet er einem Revolvermann (Elba), der die Welt vor Feinden bewahren muss, darunter auch vor dem Mann in Schwarz (McConaughey). In Deutschland startet „Der dunkle Turm“ kommenden Donnerstag. Dem Magazin „Variety“ zufolge hatte der Film das Studio Sony etwa 66 Millionen Dollar (56 Mio. Euro) gekostet. „Es war ein ehrgeiziges Unterfangen, aber es wurde zum richtigen Preis gemacht“, sagte der für Sonys Amierka-Vertrieb zuständige Adrian Smith.

          Filmkritik „Dunkirk“ : Zwischen Reportagekino und Actionspektakel

          Christopher Nolans Weltkriegsdrama „Dunkirk“ - Spitzenreiter der Vorwoche -, der Animationsfilm „The Emoji Movie“ und die schlüpfrige Komödie „Girls Trip“ verschlechterten sich jeweils um einen Platz. Der neu eingestiegene Thriller „Kidnap“, in dem Halle Berry als Mutter ihren entführten Sohn retten muss, holte Platz fünf und spielte 10,2 Millionen Dollar (8,7 Mio. Euro) ein. „Atomic Blonde“ sackte weiter ab auf den siebten Platz.

          Das neu gestartete Drama „Detroit“ von Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow schnitt schlechter ab als erwartet. Ihr Film über Rassenunruhen zwischen der Polizei und der afroamerikanischen Bevölkerung in der einstigen Auto-Metropole im Jahr 1967 landete mit Einnahmen von 7,3 Millionen Dollar (6,2 Mio. Euro) nur auf dem achten Platz.

          Die erst 31 Jahre alte Produzentin Megan Ellison hatte Millionen investiert, um ihr Unternehmen Annapurna Pictures mit diesem ersten Werk in ein vollwertiges Hollywood-Studio zu verwandeln. Trotz guter Kritiken stieß der 40 Millionen Dollar (34 Mio. Euro) teure Film bei Kinogängern aber nur auf geringes Interesse.

          Quelle: dpa

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