Wortmeldung von Jürgen Trittin : Vom Segen einer Superreichensteuer

Umverteilung haben wir genug: von unten nach oben. Aber Gerechtigkeit gibt es nur durch mehr Gleichheit. Deswegen müssen die Grünen ihren vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Wirtschaft ablegen. Ein Gastbeitrag.
Neoliberale haben mit Gerechtigkeit kein Problem. Sie glauben, dass weniger Staat Gerechtigkeit erst ermöglicht. Ihr zentrales Gerechtigkeitsinstrument ist der Markt, der mit seiner Rationalität jedem in der Gesellschaft eine Chance böte. Für sie sind die Stellung in der Gesellschaft und der Unterschied zwischen Arm und Reich ein Ausdruck von Gerechtigkeit. Deshalb sprechen sie lieber von Chancengerechtigkeit – anders als zu Zeiten Willy Brandts, als die Einführung des Bafög mit mehr Chancengleichheit begründet wurde.





