Neue Regeln für Geldmarktfonds

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FRANKFURT, 3. September (Bloomberg). Banken und Vermögensverwalter, die Geldmarktfonds betreiben, müssen sich auf schärfere Regeln gefasst machen.

FRANKFURT, 3. September (Bloomberg). Banken und Vermögensverwalter, die Geldmarktfonds betreiben, müssen sich auf schärfere Regeln gefasst machen. Allerdings warnen die Kreditinstitute, dass die Pläne der Europäischen Union das Aus für Teile der 4,7 Billionen Dollar schweren Branche bedeuten könnten. Michel Barnier, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, wird die Fonds auffordern, leicht zu verkaufende Vermögenswerte zu horten und in einigen Fällen Mindestkapitalanforderungen zu erfüllen, wie aus einem Dokument hervorgeht. Dadurch soll der Spielraum für das Eingehen von übermäßigen Risiken eingedämmt werden. Aufsichtsbehörden müssen der Gefahr eines „Ansturms von Investoren“ auf einen Fonds begegnen, heißt es in dem Dokument. Die Vorschläge will Barnier am Mittwoch vorgestellen. Die Fonds „spielen bei der kurzfristigen Finanzierung von Banken, Unternehmen und Regierungen eine zentrale Rolle“, so dass ein Ansturm „größere makroökonomische Folgen“ haben könnte. Aufsichtsbehörden arbeiten seit dem Zusammenbruch des 62,5 Milliarden Dollar schweren Reserve Primary Fund im September 2008 daran, für Geldmarktfonds Beschränkungen zu entwickeln. Sein Kollaps wurde durch Verluste auf von Lehman Brothers Holdings begebene Papiere verursacht und löste einen größeren Ansturm auf die Branche aus, der zu einem Einfrieren der weltweiten Kreditmärkte beitrug.

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