EU-Renaturierungsrichtlinie :
Mit dem Marshall-Plan aus der Ökokrise

Joachim Müller-Jung
Ein Kommentar von
Lesezeit:
Vorsicht vor dem „Aschenputtel-Syndrom“: Der Stellenwert von Feuchtgebieten, hier das Venner Moor, und deren Rolle beim Klimaschutz werden in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen.
Vorsicht vor dem „Aschenputtel-Syndrom“: Der Stellenwert von Feuchtgebieten, hier das Venner Moor, und deren Rolle beim Klimaschutz werden in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen.Picture Alliance

Zurück zur Natur? Ist die Renaturierungsrichtlinie, über die heute im EU-Parlament abgestimmt wird, ein Rückfall? Nicht für Landwirte und Fischer, aber für die Konservativen ist sie ein umweltpolitischer Prüfstein.

Wir sind im Krieg. In einer Schlacht gegen die Natur. Muss man an diese Worte des portugiesischen UN-Chefs Antonio Guterres erinnern, ausgerechnet im umweltpolitisch progressiven Europa? Der Satz ist nicht alt, mit ihm hatte Guterres für einen globalen Biodiversitätsvertrag aufgerüttelt. Die Europäer unterstützten ihn und gefielen sich in der Rolle des grünen Advokaten. So wie sie sich stets als Klimavorkämpfer stilisieren, als geläuterte Erben einer allzu expansiven Industriekultur. Jetzt heißt es Farbe bekennen: Organisiert die EU den Wiederaufbau der Natur?

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.