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Windreich-Insolvenz : Zwei Windreich-Verfahren weniger

  • Aktualisiert am

08.07.2013, Baden-Württemberg, Gnannenweiler: Ein Schild des des Windparkentwicklers Windreich AG steht neben einer Windkraftanlage. Bild: dpa

Die Anklagebank im Prozess um die Windreich-Gruppe wird leerer: Die Wirtschaftsstrafkammer sieht in zwei Fällen keine Insolvenzverschleppung und stellt das Verfahren ein.

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          Im Prozess um die Insolvenz des Windparkentwicklers Windreich lichtet sich die Anklagebank. Die Wirtschaftsstrafkammer stellte nach den Äußerungen zu den Vorwürfen das Verfahren gegen zwei Angeklagte wegen geringer Schuld vorläufig ein. Eine 55 Jahre alte frühere Geschäftsführerin eines Windreich-Unternehmens muss eine Geldauflage in Höhe von 4500 Euro zahlen und ein 56 Jahre alter Ex-Geschäftsführer einer anderen Tochtergesellschaft muss 6000 Euro als Geldauflage bezahlen zahlen. Das Geld fließt an die Staatskasse. Beiden Angeklagten legte die Staatsanwaltschaft Insolvenzverschleppung zur Last. Der Mann und die Frau spielten in dem Mammutverfahren eine eher untergeordnete Rolle.

          Vor der Wirtschaftsstrafkammer müssen sich nun nur noch sechs Angeklagte verantworten. Der Windpark-Projektentwickler Windreich meldete 2013 Insolvenz an. Neben Unternehmensgründer Willi Balz sitzt auch der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring auf der Anklagebank. Döring war von 2010 bis 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Windreich AG. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass die Unternehmensgruppe schon sehr viel früher zahlungsunfähig war und Balz das gewusst, aber trotzdem seine Geschäfte fortgeführt und damit enormen Schaden angerichtet habe. Sie hat Balz deshalb unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs angeklagt.

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