Vertrauen in Institutionen : Die Menschen trauen den Eliten nicht mehr

Politiker, Manager, Nichtregierungsorganisationen und auch Medien: Umfragen zeigen, dass die Menschen dem „System“ nicht mehr vertrauen. Die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums sind Teil davon. Sie müssen sich darauf einstellen.
Es wird immer schlimmer: Das Vertrauen der Menschen in die politischen und gesellschaftlichen Institutionen erodiert. Politikern, Managern, Nichtregierungsorganisationen und auch den Medien wird immer weniger vertraut. Die Mehrheit der Menschen glaubt inzwischen, dass das aus diesen Säulen gebildete „System“ nicht mehr funktioniert. Und die Wirtschaft muss sich vor diesem Hintergrund Sorgen darüber machen, dass ihr nicht in der Zukunft die Lizenz des gesellschaftlichen Konsens entzogen wird, auf deren Basis sie Geschäfte macht. Damit ist gemeint, dass zum Beispiel 82 Prozent der Menschen glauben, dass die Pharmaindustrie stärker reguliert werden sollte – obwohl diese Branche, verglichen mit früheren Jahren, derzeit einen durchaus guten Ruf genießt. 76 Prozent finden, dass Lebensmittel, die gesundheitsschädlich sind, mit einer Straf- oder Erziehungsteuer belegt werden sollten. Und 53 Prozent glauben trotz aller Reformen der vergangenen Jahre noch immer nicht, dass die harten Eingriffe der Regulatoren in den Finanzmarkt rund um die Welt dafür gesorgt haben, dass die Wirtschaft stabiler arbeiten kann.





