EU-Zulassung : Weg frei für die Genschere

Für Befürworter ist die Geneditierung von Pflanzen die Chance, mit dem Klimawandel mitzuhalten. Die Gegner sehen darin Gentechnik durch die Hintertür. Die EU will die Zulassung nun vereinfachen.
Fünf Jahre sind seit dem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs vergangen, das der Verbreitung der Geneditierung in der „Pflanzenzüchtung“ zunächst einmal einen Riegel vorschob. Seither gelten für geneditierte Pflanzen in der EU dieselben Zulassungsverfahren wie für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO). Die sind langwierig und haben Europa, von einigen Ausnahmen abgesehen, faktisch zu einem GVO-freien Kontinent gemacht. Dabei gibt es zwischen GVO und per Genschere oder ähnlichen Verfahren veränderten Pflanzen große Unterschiede, argumentiert die Industrie. Anders als bei GVO werden keine fremden Gene in eine Pflanze eingeschleust, etwa um sie gegen Insekten resistent zu machen. Die Crispr/Cas-Genschere beschleunige durch gezielte Eingriffe ins Genom nur, was mit klassischer Züchtung genauso möglich wäre, sagen die Anhänger.
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