Russischer Großinvestor : Staat und Aktionäre ringen um TUI

Über eine Wandelanleihe könnte der Bund nach seinem Einstieg in der Lufthansa auch zum Anteilseigner von TUI werden. Die Aussicht gefällt längst nicht allen im Unternehmen.
Dem Management von TUI zerrinnt im Moment das Geld zwischen den Fingern. Nach einer kurzen Erholung im Frühsommer hatten neue Reisewarnungen das Geschäft des Touristikkonzerns aus Hannover zuletzt wieder stark belastet. Jetzt kommt die buchungsschwache Wintersaison, in der die Branche schon ohne Corona jedes Jahr Verluste auftürmt. Zwar werde es demnächst mehr Klarheit über einen Impfstoff geben, was zumindest im nächsten Sommer die Urlaubslust der Kunden beflügeln könnte, erwartet Adrian Pehl, Analyst der Commerzbank. „Aber die Risiken bleiben hoch.“ Trotz gewährter oder zumindest zugesagter Staatskredite in Höhe von rund 3 Milliarden Euro sei die Lage der TUI „immer noch nicht trivial“.
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