FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Steuerrabatt für Zuwanderer :
„Wir sollten ausländischen Fachkräften den roten Teppich auslegen“

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Auf der ganzen Welt begehrt: Indische Softwareentwickler arbeiten in der Stadt Kochi im Südwesten des Landes.
Auf der ganzen Welt begehrt: Indische Softwareentwickler arbeiten in der Stadt Kochi im Südwesten des Landes.Reuters

Der geplante Steuerrabatt für ausländische Fachkräfte ist heftig umstritten. Gründer in Deutschland aber bejubeln den Schritt.

Fast jeder Gründer eines halbwegs erfolgreichen Start-ups kann zum Thema Fachkräfteeinwanderung eine Gruselgeschichte erzählen. Auch Magdalena Oehl hat eine. Die Gründerin der Juristenstellenplattform Talent Rocket hatte nach langer Suche einen perfekt passenden Softwareentwickler in Indien gefunden. Der Arbeitsvertrag sei schon unterschrieben gewesen. Doch Oehl hatte die Rechnung ohne die deutschen Behörden gemacht. Mehr als sieben Monate habe der Visaprozess gedauert. „In der Zeit waren Freunde und Kollegen von ihm längst in andere Länder gezogen. Das ist total abschreckend“, sagt Oehl. Der Visaprozess sei „ungenügend digitalisiert“ und „superlangsam“. Mit „Engelszungen“ hätten sie auf den Entwickler eingeredet, damit er nicht noch abspringt. Oehl hatte Erfolg damit. Aber immer und überall sei so eine individuelle Behandlung schwer möglich, mutmaßt sie.

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