RWE : Mehr Rendite ohne Braunkohle

Ein aktivistischer Aktionär macht Druck. Das Energieunternehmen soll schneller grün werden. Chef Markus Krebber lehnt eine vorzeitige Stilllegung von fossilen Kraftwerken ab.
Es sah aus wie eine konzertierte Aktion für den schnelleren Kohleausstieg: Vor den beiden größten Braunkohlekraftwerken des RWE-Konzerns machten am Donnerstag Umweltaktivisten Druck, gleichzeitig bringt ein bisher kaum bekannter, aber dafür umso rührigerer Neu-Investor das Management um Konzernchef Markus Krebber in Erklärungsnöte: Der aktivistische Aktionär Enkraft fordert RWE zur raschen Trennung vom Braunkohlegeschäft auf – weniger aus Sorge um die Umwelt, sondern für mehr Rendite. In einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden stellt Enkraft die Strategie komplett infrage. RWE sei viel zu zögerlich beim Umbau in Richtung erneuerbarer Energien und blockiere dadurch eine bessere Kursentwicklung.
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