Italien : Machtkampf bei ältester Bank der Welt entschieden

Wer soll Monte dei Paschi di Siena führen? Verhärtete Fronten standen sich gegenüber. Jetzt hat die Hauptversammlung überraschend den alten Vorstandsvorsitzenden Luigi Lovaglio wieder ins Amt gehoben.
Die älteste Bank der Welt hat einen aufreibenden Machtkampf hinter sich – mal wieder. Doch diesmal waren die internen Streitigkeiten über die künftige Führung der Monte dei Paschi di Siena (MPS) nicht nur besonders heftig, sondern wurden auch in aller Öffentlichkeit ausgetragen. Am Mittwoch entschied nun die Hauptversammlung die Auseinandersetzung mit einem überraschenden Ergebnis: Der zuvor geschasste und schon 70 Jahre alte Vorstandsvorsitzende Luigi Lovaglio setzte sich mit seiner Kandidatenliste durch. Der favorisierte Gegenkandidat, der 55 Jahre alte Manager Fabrizio Palermo, unterlag. Lovaglios Liste erhielt fast 50 Prozent der Stimmen, während die von Palermo nur auf knapp 39 Prozent kam.


