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Michael Kemmer : Bankenlobby stellt sich hinter umstrittenen Geschäftsführer

  • Aktualisiert am

Michael Kemmer Bild: Fricke, Helmut

Der frühere Bayern LB-Boss Michael Kemmer kommt vor Gericht. Als Cheflobbyist der Banken soll er zurücktreten, fordern einige. Der Bankenverband stärkt ihm nun den Rücken.

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          In der Affäre um die teure Übernahme der Hypo Alpe Adria bekommt der frühere Bayern LB-Chef Michael Kemmer Rückendeckung von seinem jetzigen Arbeitgeber. „Der Vorstand steht voll hinter Herrn Kemmer“, erklärte der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Kemmer führt den BdB seit Oktober 2010 als Hauptgeschäftsführer.

          Der Verband wies dabei einen Zeitungsbericht, nachdem es intern Zweifel gibt, ob Kemmer angesichts des anlaufenden Prozesses noch tragbar sei. „Die Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes ist sehr gut aufgestellt und arbeitet eng zusammen.“ Sollte Cheflobbyist Kemmer einmal terminlich verhindert sein, werde er vertreten. „Wir gehen davon aus, dass die juristische Auseinandersetzung Michael Kemmer nicht davon abhält, alle wesentlichen Entscheidungen im Bankenverband zu treffen.“

          550 Millionen Euro Schaden

          Seit der vergangenen Woche ist klar, dass sich die früheren Bayern LB-Chefs Kemmer und Werner Schmidt wegen der fatalen HGAA-Übernahme nun doch umfassend vor Gericht verantworten müssen. In dem Strafprozess wegen Untreue und Bestechung ließ die Münchner Justiz auch den Hauptanklagepunkt zu, den das Landgericht zunächst als unplausibel zurückgewiesen hatte.

          Damit steht der Vorwurf wieder im Raum, insgesamt sieben der acht Vorstände hätten sich bereits beim Einstieg bei der österreichischen Bank der Untreue schuldig gemacht. Und die Bayern LB um 550 Millionen Euro geschädigt. Am Wochenende forderte der Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen, Kemmer auf, zurückzutreten.

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