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Georg Funke : Früherer Hypo-Real-Estate-Chef muss vor Gericht

  • Aktualisiert am

Georg Funke vor der Bilanzpressekonferenz im März 2008. Bild: dpa

Die Immobilienbank Hypo Real Estate war infolge der Finanzkrise beinahe pleitegegangen - der Staat rettete sie. Nun wird den Managern von damals der Prozess gemacht.

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          Der ehemalige Vorstandschef der Immobilienbank Hypo Real Estate, Georg Funke, steht ab März vor Gericht. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I hat die Anklage wegen geschönter Firmenberichte zur Hauptverhandlung zugelassen, wie die Justizbehörden an diesem Montag in München mitteilten.

          Die Immobilienbank Hypo Real Estate war im Jahr 2008 fast kollabiert und wurde mit staatlichen Milliardenhilfen aufgefangen. Ein Jahr später wurde die Bank verstaatlicht, inzwischen aber wieder privatisiert.

          Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte nach jahrelangen Ermittlungen im Jahr 2014 Anklage gegen Funke und sieben weitere frühere Vorstände erhoben. Die Manager sollen in offiziellen Firmenberichten die Lage der Bank geschönt haben. Funke hatte sich stets gegen den Vorwurf gewehrt, für das HRE-Debakel verantwortlich gewesen zu sein.

          Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I ließ die Anklage wegen unrichtiger Darstellung gegen Funke und Markus F. jetzt zur Hauptverhandlung zu. Der Prozess soll am 20. März eröffnet werden. Zugleich wurden bereits 7 weitere Termine bis September festgesetzt. Das Verfahren gegen sechs weitere Angeschuldigte wiederum wurde gegen Zahlung von Geldauflagen zwischen 30.000 und 80.000 Euro eingestellt.

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