EU-Lieferkettengesetz : „Ein Sargnagel für den kleinen Mittelstand“

Die Pläne der EU sehen noch schärfere Lieferketten-Regeln vor als in Deutschland. Viele in der Textilbranche finden das gut. Andere Mittelständler nennen das Gesetz weltfremd. Einer warnt: „Andere Nationen lachen über uns.“
Nachdem das EU-Parlament für ein europäisches Lieferkettengesetz gestimmt hat, gehen die Meinungen darüber in der Unternehmenslandschaft stark auseinander. Gerade aus der Textilbranche, in der die Arbeitsbedingungen in ärmeren Zulieferländern häufig kritisiert werden, kommen etliche positive Stimmen. „Wenn man Anständigkeit und Gerechtigkeit gesetzlich verankert, ist das sicher richtig“, sagte Trigema -Eigentümer Wolfgang Grupp der F.A.Z. „Wenn die Konkurrenz ihre Mitarbeiter ausbeutet, dann wäre das ein unfairer Wettbewerbsvorteil.“ Allerdings fiele viel Bürokratie an, ergänzt sein Sohn Wolfgang Grupp junior, der dem Telefonat lauscht. „Sinnlose Bürokratie für jemanden, der alles in Deutschland produziert, darf auch nicht sein“, schiebt Grupp senior postwendend nach.
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