Versicherer Generali : Machtverschiebung im Generali-Konzern

Der Versicherungskonzern Generali gibt sich eine neue Struktur, Deutschlandchef Liverani steigt auf.
Der italienische Generali-Konzern hat eine weitreichende Umstrukturierung beschlossen. Für sein Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet der Versicherer eine neue Einheit ein, die vom bisherigen Deutschlandchef Giovanni Liverani in München geleitet wird. Neuer Landeschef in Deutschland wird Stefan Lehmann, der bisher für den Exklusivvertrieb über den Finanzdienstleister DVAG verantwortlich war.
Der für Österreich und Zentraleuropa verantwortliche Länderchef Luciano Cirinà wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert. Die Abberufung von Cirinà ist Folge eines lange währenden Machtkampfes, den Konzernchef Philippe Donnet kürzlich aber für sich entschieden hatte. Eine Aktionärsgruppe um den Bau- und Medienunternehmer Francesco Gaetano Caltagirone wollte Donnet ablösen, weil sie mit seiner Amtsführung nicht zufrieden war. Generali-Länderchef Cirinà hatte sich von Caltagirone als Gegenkandidat zu Donnet aufstellen lassen. In der Hauptversammlung bekamen die Rebellen aber keine Mehrheit, und Caltagirone – mit einem Anteil von knapp 10 Prozent einer der größten Aktionäre – legte kurz darauf seinen Sitz im Verwaltungsrat nieder.
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