Krisenstimmung im Konzern : Absurder Showkampf bei der Lufthansa

Die Fluggesellschaft hat sich auf die Erzählung versteift, hoch bezahlte Mitarbeiter seien der Kern schwacher Gewinnmargen. Die Gewerkschaftsforderungen hingegen sind völlig überzogen.
Lufthansa hat 100 Jahre nach der Gründung eigentlich allen Grund zum Feiern. Es ist der umsatzstärkste Flugkonzern, der nicht in den USA sitzt. Schicksalsschläge wie die Germanwings-Katastrophe haben durch gutes Krisenmanagement keinen Schaden für das Ansehen hinterlassen. Aus der Corona-Krise befreite sich Lufthansa schnell – mit dem Nebeneffekt, dass die Stützaktion für den Staat sogar ein lukratives Geschäft wurde. All das war nicht vorgezeichnet, ist hart erarbeitet und mit dem Namen des Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr verbunden. Er hat mithilfe von Zukäufen ein europäisches Netzwerk der Flugbetriebe im Zeichen des Kranichs geformt.
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