Deutsche-Bank-Kommentar :
Wenn Cryan geht, sollte Achleitner auch gehen

Gerald Braunberger
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Der Chef und sein Aufseher: John Cryan und Paul Achleitner
Der Chef und sein Aufseher: John Cryan und Paul AchleitnerWolfgang Eilmes

Steht in der Deutschen Bank ein Führungswechsel bevor? In jedem Fall ist klar, was geschehen muss.

Wenn öffentlich Nachrichten über die Nachfolge eines amtierenden Vorstandsvorsitzenden kursieren und in diesem Zusammenhang sogar konkrete Namen genannt werden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder stellt sich der Aufsichtsratsvorsitzende öffentlich hinter seinen Vorstandsvorsitzenden und stärkt ihm den Rücken. Dann kann man versuchen, gemeinsam weiterzumachen.

Oder aber der Aufsichtsratsvorsitzende unterlässt dies. Dann bleibt dem Vorstandsvorsitzenden nichts anderes übrig, als mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Modalitäten seines Rücktritts abzuklären.

In der Deutschen Bank existiert offenbar ein dringender Bedarf für ein Gespräch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner und seinem Vorstandsvorsitzenden John Cryan. Sollte Cryan gehen – was nach den jüngsten Durchstechereien über interne Konflikte in der Deutschen Bank niemanden mehr erstaunen dürfte –, sollte Achleitner zweierlei tun: Erstens einen Nachfolger für Cryan installieren. Und zweitens dann selbst auch gehen. Die Deutsche Bank braucht offenbar dringend einen umfassenden Neuanfang.

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