Spitzelaffäre : Credit Suisse ließ weiteren Manager beschatten

Die Spitzelaffäre bei der Credit Suisse weitet sich aus – allen Beteuerungen zum Trotz war die Beschattung eines Managers kein Einzelfall. Die Schweizer Großbank setzt auch auf ihren früheren Personalchef Detektive an.
Als sich der Verwaltungsratsvorsitzende der Credit Suisse Anfang Oktober sichtlich zerknirscht für die rufschädigende Bespitzelung seines ehemaligen Vorstandsmitglieds Iqbal Khan entschuldigte, war Urs Rohner eine Botschaft wichtig: Die kläglich aufgeflogene Überwachungsaktion sei ein Einzelfall gewesen, der nicht der Unternehmenskultur der Bank entspreche. Außerdem nahm Rohner seinen Vorstandsvorsitzenden Tidjane Thiam in Schutz. Ausweislich einer Untersuchung der internen Vorgänge durch eine Rechtsanwaltskanzlei habe dieser nichts von der Beschattung gewusst.





