Business-Ticker : Schneider: Audi wettet ‚auf ein totes Pferd‘
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Umweltminister Carsten Schneider (SPD) spricht im Plenarsaal des Bundestages (Archivbild).dpa
Umweltminister kritisiert Audi-Pläne für US-Werk +++ Rechtsstreit zwischen Facebook und Künast wird dem EuGH vorgelegt +++ Nach Milliarden-Abschreibung: Novartis-Chef verteidigt Zukäufe +++ Alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog
Fabian Drahmoune
Umweltminister Schneider: Audi wettet 'auf ein totes Pferd'
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Planung des Autoherstellers Audi für ein neues Werk in den USA mit scharfen Worten kritisiert. „Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd“, sagte Schneider dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben.“
Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUVs bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9.
Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUVs bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9.
Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.
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Fabian Drahmoune
Südkoreas Chipproduzent SK Hynix erzielt Rekordgewinn
Der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix hat im Zuge des boomenden Geschäfts mit Künstlicher Intelligenz seinen Betriebsgewinn im dritten Jahresquartal mehr als versiebenfacht. So konnte das Tech-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Gewinn von umgerechnet rund 56 Milliarden Euro erzielen, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht von SK Hynix hervorgeht.
Damit konnte der nach Samsung Electronics wichtigste Produzent von Speicherchips die bereits hohen Erwartungen des Marktes übertreffen. Der Aktienkurs von SK Hynix stieg im Frühhandel zeitweise um 2,7 Prozent, ehe er anschließend wieder etwas nachließ. Seit Ende 2025 hat sich der Aktienkurs von SK Hynix mehr als verdoppelt, auch wenn die Euphorie seit der Jahresmitte deutlich nachgelassen hat. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 660 Milliarden Euro zählt das Unternehmen inzwischen zu den wertvollsten der Welt.
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Rechtsstreit zwischen Facebook und Künast wird dem EuGH vorgelegt
Der Rechtsstreit zwischen der früheren Grünen-Politikerin Renate Künast und dem US-Konzern Meta (vormals Facebook) um die Löschung von Falschzitaten geht vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden. Der EuGH soll vorab klären, ob Soziale Netzwerke nicht nur die Pflicht haben, unwahre Zitate zu löschen, sondern darüber hinaus auch Varianten von Falschzitaten aktiv suchen und diese eliminieren müssen.
Der EuGH hatte das bisher nur für Online-Plattformen bejaht, die gegen Bezahlung Anzeigen einstellen. Ob das auch für Soziale Netzwerke gilt, in die Nutzer Informationen einstellen, ist bislang nicht geklärt. Gegebenenfalls müsste Meta dann selbst bewerten, wann „kerngleiche“ Varianten des Falschzitats vorliegen. Erst wenn der EuGH über die vom BGH gestellten Vorfragen entschieden hat, wird der BGH sein Urteil fällen.
Auf Facebook hatte ein Nutzer Künast mit dem Satz zitiert: „Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen.“ Das hatte sie aber nie gesagt. Facebook löschte den Eintrag auf Künasts Intervention hin, inzwischen war der Post aber vielfach geteilt worden. Künast fordert, dass Meta auch solche „kerngleichen“ Varianten aufspüren und löschen muss. Meta sieht sich zu solch einer präventiven Kontrolle nicht verpflichtet, zumal diese nicht automatisiert möglich sei, sondern manuell erfolgen müsse.
Der EuGH hatte das bisher nur für Online-Plattformen bejaht, die gegen Bezahlung Anzeigen einstellen. Ob das auch für Soziale Netzwerke gilt, in die Nutzer Informationen einstellen, ist bislang nicht geklärt. Gegebenenfalls müsste Meta dann selbst bewerten, wann „kerngleiche“ Varianten des Falschzitats vorliegen. Erst wenn der EuGH über die vom BGH gestellten Vorfragen entschieden hat, wird der BGH sein Urteil fällen.
Auf Facebook hatte ein Nutzer Künast mit dem Satz zitiert: „Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen.“ Das hatte sie aber nie gesagt. Facebook löschte den Eintrag auf Künasts Intervention hin, inzwischen war der Post aber vielfach geteilt worden. Künast fordert, dass Meta auch solche „kerngleichen“ Varianten aufspüren und löschen muss. Meta sieht sich zu solch einer präventiven Kontrolle nicht verpflichtet, zumal diese nicht automatisiert möglich sei, sondern manuell erfolgen müsse.
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Nach Milliarden-Abschreibung: Novartis-Chef verteidigt Zukäufe
Trotz eines massiven Gewinneinbruchs nach gescheiterten Medikamentenstudien hält Novartis-Chef Vas Narasimhan an seiner Übernahmestrategie fest. „Wir müssen unsere M&A-Strategie nicht ändern“, sagte er am Dienstag in einer Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. Der Schweizer Pharmakonzern schrieb 1,9 Milliarden Dollar auf das Muskelmedikament Del-Desiran ab, das im September in einer entscheidenden klinischen Studie sein Hauptziel verfehlt hatte. Der Wirkstoff stand im Zentrum der zwölf Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Avidity. „Aus unserer Sicht bleibt die Avidity-Übernahme absolut auf Kurs“, sagte Narasimhan. „Es gab einen kleinen Rückschlag, was meiner Meinung nach normal ist, wenn man versucht, wissenschaftliche Pionierarbeit zu leisten.“
Die Abschreibung und ein höherer Zinsaufwand ließen den Nettogewinn im dritten Quartal um 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar einbrechen. Im operativen Geschäft legte Novartis dank starker Verkäufe von Medikamenten wie dem Brustkrebsmittel Kisqali kräftig zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg um elf Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 14,5 Milliarden. Für das Gesamtjahr rechnet Novartis beim bereinigten operativen Gewinn nun mit einer Stagnation oder einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang war ein Rückgang erwartet worden. Die Umsatzprognose blieb unverändert.
Der Basler Konzern hat turbulente Wochen hinter sich. Anfang September musste Novartis innerhalb weniger Tage Rückschläge bei Del-Desiran und dem Cholesterinsenker Pelacarsen – zwei von drei großen Hoffnungsträgern in der Pipeline – einräumen. Die Nachrichten kosteten das Unternehmen fast 30 Milliarden Dollar Börsenwert. Während Pelacarsen komplett abgeschrieben wurde, will der Konzern Del-Desiran nicht aufgeben. Die Wertminderung auf das ursprünglich mit 7,5 Milliarden Dollar in der Bilanz stehende Mittel erkläre sich durch die zeitliche Verzögerung der Entwicklung, sagte Finanzchef Mukul Mehta der Nachrichtenagentur Reuters.
Auch wenn das Ziel verfehlt worden sei, deuteten die Studiendaten auf klinische Wirksamkeit hin, sagte Narasimhan. Das weitere Vorgehen werde mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt. Zugleich wies er die Kritik von Investoren zurück: „Das ist einfach Teil der Medikamentenentwicklung, und ich denke, dass einige vielleicht überreagiert haben. Für uns ist das normales Tagesgeschäft, und wir machen unbeirrt weiter.“
Der Fehlschlag von Del-Desiran hatte das Vertrauen in die teure Zukaufsstrategie erschüttert. Großaktionär Artisan Partners forderte personelle Konsequenzen im Verwaltungsrat und warf dem Gremium mangelnde Kompetenz bei der Kontrolle von Übernahmen vor. Die Zukäufe hätten Wert vernichtet.
Auch die Mittelverwendung steht in der Kritik: Novartis hatte die Erlöse aus dem Verkauf seines Roche-Aktienpakets für Aktienrückkäufe und Übernahmen eingesetzt. Dadurch stieg die Nettoverschuldung seit Jahresbeginn von 21,9 Milliarden auf 37,4 Milliarden Dollar. Mehta verteidigte das Vorgehen: Dank eines starken operativen Mittelzuflusses (Free Cash-flow), der bis Ende des Jahrzehnts auf mehr als 20 Milliarden Dollar steigen solle, habe Novartis weiterhin Spielraum für kleinere Zukäufe und Aktienrückkäufe.
Die Abschreibung und ein höherer Zinsaufwand ließen den Nettogewinn im dritten Quartal um 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar einbrechen. Im operativen Geschäft legte Novartis dank starker Verkäufe von Medikamenten wie dem Brustkrebsmittel Kisqali kräftig zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg um elf Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 14,5 Milliarden. Für das Gesamtjahr rechnet Novartis beim bereinigten operativen Gewinn nun mit einer Stagnation oder einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang war ein Rückgang erwartet worden. Die Umsatzprognose blieb unverändert.
Der Basler Konzern hat turbulente Wochen hinter sich. Anfang September musste Novartis innerhalb weniger Tage Rückschläge bei Del-Desiran und dem Cholesterinsenker Pelacarsen – zwei von drei großen Hoffnungsträgern in der Pipeline – einräumen. Die Nachrichten kosteten das Unternehmen fast 30 Milliarden Dollar Börsenwert. Während Pelacarsen komplett abgeschrieben wurde, will der Konzern Del-Desiran nicht aufgeben. Die Wertminderung auf das ursprünglich mit 7,5 Milliarden Dollar in der Bilanz stehende Mittel erkläre sich durch die zeitliche Verzögerung der Entwicklung, sagte Finanzchef Mukul Mehta der Nachrichtenagentur Reuters.
Auch wenn das Ziel verfehlt worden sei, deuteten die Studiendaten auf klinische Wirksamkeit hin, sagte Narasimhan. Das weitere Vorgehen werde mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt. Zugleich wies er die Kritik von Investoren zurück: „Das ist einfach Teil der Medikamentenentwicklung, und ich denke, dass einige vielleicht überreagiert haben. Für uns ist das normales Tagesgeschäft, und wir machen unbeirrt weiter.“
Der Fehlschlag von Del-Desiran hatte das Vertrauen in die teure Zukaufsstrategie erschüttert. Großaktionär Artisan Partners forderte personelle Konsequenzen im Verwaltungsrat und warf dem Gremium mangelnde Kompetenz bei der Kontrolle von Übernahmen vor. Die Zukäufe hätten Wert vernichtet.
Auch die Mittelverwendung steht in der Kritik: Novartis hatte die Erlöse aus dem Verkauf seines Roche-Aktienpakets für Aktienrückkäufe und Übernahmen eingesetzt. Dadurch stieg die Nettoverschuldung seit Jahresbeginn von 21,9 Milliarden auf 37,4 Milliarden Dollar. Mehta verteidigte das Vorgehen: Dank eines starken operativen Mittelzuflusses (Free Cash-flow), der bis Ende des Jahrzehnts auf mehr als 20 Milliarden Dollar steigen solle, habe Novartis weiterhin Spielraum für kleinere Zukäufe und Aktienrückkäufe.
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BayernLB-Chef Winkelmeier geht vorzeitig
Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesbank (BayernLB), Stephan Winkelmeier, wird vorzeitig am 30. September 2027 gehen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Dienstag einen Bericht des Finanzportals „Finanz-Szene“, das zuerst darüber berichtet hatte. Nach Angaben des Sprechers hat Winkelmeier den Aufsichtsrat über seinen Entschluss bereits vor einiger Zeit informiert. Der Vertrag des 59 Jahre alten Vorstandsvorsitzenden wäre bis Juni 2029 gelaufen. Die Eigentümer und der Aufsichtsrat der BayernLB bedauerten seine Entscheidung sehr.
Über die Nachfolge von Winkelmeier würden die Gremien der Bank zu gegebener Zeit entscheiden. Als möglichen Nachfolger hatte „Finanz-Szene“ den Finanzvorstand Andre Haag (Jahrgang 1982) ins Spiel gebracht. Er trat seinen Posten am 1. Juli an und kam von der niederländischen ASN Bank. „Mit seiner langjährigen Führungserfahrung und seinem internationalen Hintergrund sind wir überzeugt, dass er das Vorstandsgremium inhaltlich wie kulturell nachhaltig bereichern wird“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Wolf Schumacher ihn begrüßt.
Unter Winkelmeier hat sich die BayernLB stabilisiert und erzielt wieder hohe Gewinne. Die Erträge treibt aber die Direktbank DKB, die 85 Prozent zum Gewinn beiträgt.
Über die Nachfolge von Winkelmeier würden die Gremien der Bank zu gegebener Zeit entscheiden. Als möglichen Nachfolger hatte „Finanz-Szene“ den Finanzvorstand Andre Haag (Jahrgang 1982) ins Spiel gebracht. Er trat seinen Posten am 1. Juli an und kam von der niederländischen ASN Bank. „Mit seiner langjährigen Führungserfahrung und seinem internationalen Hintergrund sind wir überzeugt, dass er das Vorstandsgremium inhaltlich wie kulturell nachhaltig bereichern wird“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Wolf Schumacher ihn begrüßt.
Unter Winkelmeier hat sich die BayernLB stabilisiert und erzielt wieder hohe Gewinne. Die Erträge treibt aber die Direktbank DKB, die 85 Prozent zum Gewinn beiträgt.
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Beiersdorf bremst Rückgang bei Nivea
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat den Abwärtstrend seiner Kernmarke Nivea im dritten Quartal etwas gebremst. Die Hamburger verbuchten von Juli bis September im Konzern einen Rückgang des organischen Umsatzes um 1,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie sie am Dienstag mitteilten. Die Geschäfte mit Nivea schrumpften dabei um 4,9 Prozent, im Halbjahr waren es noch 7,5 Prozent gewesen. „Im dritten Quartal hat sich die Geschäftsentwicklung in unserem gesamten Consumer-Geschäft im Vergleich zur ersten Jahreshälfte verbessert“, bilanzierte Konzernchef Vincent Warnery.
Für 2026 rechnet Warnery weiter mit einem organischen Umsatzminus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gewinnmarge wird bei mindestens 11,8 Prozent erwartet, im Vorjahr waren es 14 Prozent gewesen. Warnery hatte sich für 2026 bereits auf ein unsicheres Marktumfeld eingestellt. Nivea ist nach Jahren des Wachstums unter Druck geraten. Die Verbraucher achten angesichts hoher Lebenshaltungskosten stärker auf den Preis und sind wählerischer geworden. Beiersdorf will gegensteuern und das Angebot bei Nivea ausweiten. Es soll günstigere Produkte geben und das Werbebudget allein im zweiten Halbjahr um 100 Millionen Euro steigen. Es gebe erste Anzeichen, dass der Plan greife, erklärte Beiersdorf.
Für 2026 rechnet Warnery weiter mit einem organischen Umsatzminus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gewinnmarge wird bei mindestens 11,8 Prozent erwartet, im Vorjahr waren es 14 Prozent gewesen. Warnery hatte sich für 2026 bereits auf ein unsicheres Marktumfeld eingestellt. Nivea ist nach Jahren des Wachstums unter Druck geraten. Die Verbraucher achten angesichts hoher Lebenshaltungskosten stärker auf den Preis und sind wählerischer geworden. Beiersdorf will gegensteuern und das Angebot bei Nivea ausweiten. Es soll günstigere Produkte geben und das Werbebudget allein im zweiten Halbjahr um 100 Millionen Euro steigen. Es gebe erste Anzeichen, dass der Plan greife, erklärte Beiersdorf.
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Mercedes-Benz senkt Gewinnprognose
Mercedes-Benz hat mit Verweis auf das schwache China-Geschäft und steigende Kosten seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt. Das Betriebsergebnis werde jetzt auf Vorjahresniveau statt deutlich darüber erwartet, erklärte der Dax-Konzern am Dienstag in einer Pflichtmitteilung. Im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars werde eine Marge von zwei bis drei Prozent erwartet – bisher war die Prognosespanne drei bis fünf Prozent gewesen.
Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe nannte Mercedes-Benz vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Das Betriebsergebnis lag demnach mit 1,77 Milliarden Euro über der Markterwartung von 1,6 Milliarden Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Rendite von 2,5 Prozent, in etwa so, wie von Analysten erwartet. Das kleinere Geschäftsfeld Vans verdiente mit einer Marge von 9,4 Prozent mehr als die Schätzungen am Finanzmarkt.
Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe nannte Mercedes-Benz vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Das Betriebsergebnis lag demnach mit 1,77 Milliarden Euro über der Markterwartung von 1,6 Milliarden Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Rendite von 2,5 Prozent, in etwa so, wie von Analysten erwartet. Das kleinere Geschäftsfeld Vans verdiente mit einer Marge von 9,4 Prozent mehr als die Schätzungen am Finanzmarkt.
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Porsche verkauft weniger Autos – aber Gewinn steigt
Der Sportwagen- und SUV-Bauer Porsche AG hat angesichts gesunkener Verkäufe im dritten Quartal noch etwas weniger Geschäft verbucht als erwartet. Der Umsatz ging um 7,5 Prozent auf 8,05 Milliarden Euro zurück, wie das MDax-Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Operativ verdiente der Autobauer aus dem VW-Konzern mit 387 Millionen Euro wieder Geld, nachdem ein Jahr zuvor Sonderkosten das operative Ergebnis auf minus 966 Millionen hatten absacken lassen.
Bei Umsatz und operativem Ergebnis hatten Analysten etwas mehr auf dem Zettel. Die Profitabilität traf mit einer Marge von 4,8 Prozent jedoch die Erwartungen. Porsche-Chef Michael Leiters bestätigte den Jahresausblick.
Nach neun Monaten steht für die Stuttgarter unter dem Strich ein Gewinn nach Steuern von 1,82 Milliarden Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor waren es wegen der Neuausrichtung des schwächelnden Sportwagenbauers nur 114 Millionen Euro Gewinn.
Porsche steht vor allem wegen des Einbruchs in China deutlich unter Druck. Im bisherigen Jahr sanken die Auslieferungen insgesamt um 16 Prozent auf 178.352 Autos. Zudem schwenkten die Schwaben in ihrem Elektrokurs um. Sie stecken künftig wieder verstärkt Geld in die Entwicklung von Verbrennerantrieben, weil die Kunden im Luxus- und Sportwagensegment mit Elektroautos fremdeln.
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Audi-Chef Döllner rechtfertigt sich für Auftritt mit Trump
Audi-Chef Gernot Döllner rechtfertigt sich für seinen Auftritt zusammen mit US-Präsident Donald Trump, der ihm massive Kritik und die Forderung nach seinem Rücktritt eingebracht hat. Man habe im Interesse des Unternehmens gehandelt, betont er in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter, das der dpa vorliegt. Eine Stellungnahme auf der Audi-Website geht in eine ähnliche Richtung. In beiden räumt Döllner aber auch ein, dass der Auftritt „Fragen und auch Unverständnis“ ausgelöst habe.
Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“, schreibt Döllner. „Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben wir ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen.“ Da die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können. „Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde“, schreibt Döllner. „Das nehmen wir sehr ernst.“ Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“, schreibt Döllner. „Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben wir ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen.“ Da die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können. „Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde“, schreibt Döllner. „Das nehmen wir sehr ernst.“ Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
Döllner verteidigte auch die Entscheidung für den Bau eines Werks. „Eine lokale Produktion in den USA ist für Audi von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung.“ Die USA seien der zweitgrößte Premiummarkt der Welt, das Geschäft von Audi dort aber „heute nicht profitabel“. Viele Konkurrenten hatten bereits seit Jahren eine lokale Produktion. Eine eigene Fertigung ermögliche es Audi wettbewerbsfähiger zu werden, Handels- und Währungsrisiken zu reduzieren und unser Wachstumspotenzial besser zu nutzen. „Ein stärkeres US-Geschäft ist daher keine Entscheidung gegen Deutschland, sondern ein wichtiger Beitrag zur globalen Wettbewerbsfähigkeit von Audi und zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges“, betont der Chef des Autobauers.
Der gemeinsame Auftritt mit Trump hatte für große Überraschung aber auch scharfe Kritik bis hin zur Rücktrittsforderung gesorgt. Ein Aspekt dabei ist, dass Audi in internen Regeln in den drei letzten Monaten vor Wahlen öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Parteien oder Politikern ausschließt. In den USA sind am 3. November aber Zwischenwahlen.
Audi erklärte, dass bei der Entscheidung „die Möglichkeit, die Voraussetzungen für eine langfristige Investition von Audi in den USA voranzubringen“ im Mittelpunkt gestanden habe. „Ein solches Investment ist auf Jahrzehnte und damit weit über einzelne Wahlperioden hinaus angelegt. In dieser besonderen Situation galt es, das Unternehmensinteresse und ein konkretes Zeitfenster für das Vorhaben angemessen zu berücksichtigen.“ Die internen Grundsätze stelle man damit nicht infrage. „Die Teilnahme diente ausschließlich der Wahrnehmung konkreter Unternehmensinteressen im Zusammenhang mit dem geplanten Investitionsvorhaben und war nicht Ausdruck einer parteipolitischen Positionierung.“
Der gemeinsame Auftritt mit Trump hatte für große Überraschung aber auch scharfe Kritik bis hin zur Rücktrittsforderung gesorgt. Ein Aspekt dabei ist, dass Audi in internen Regeln in den drei letzten Monaten vor Wahlen öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Parteien oder Politikern ausschließt. In den USA sind am 3. November aber Zwischenwahlen.
Audi erklärte, dass bei der Entscheidung „die Möglichkeit, die Voraussetzungen für eine langfristige Investition von Audi in den USA voranzubringen“ im Mittelpunkt gestanden habe. „Ein solches Investment ist auf Jahrzehnte und damit weit über einzelne Wahlperioden hinaus angelegt. In dieser besonderen Situation galt es, das Unternehmensinteresse und ein konkretes Zeitfenster für das Vorhaben angemessen zu berücksichtigen.“ Die internen Grundsätze stelle man damit nicht infrage. „Die Teilnahme diente ausschließlich der Wahrnehmung konkreter Unternehmensinteressen im Zusammenhang mit dem geplanten Investitionsvorhaben und war nicht Ausdruck einer parteipolitischen Positionierung.“
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Rechnungshof kritisiert Bahn-Sanierungen
Der Bundesrechnungshof wirft der Bahn erhebliche Mängel bei der Sanierung hoch belasteter Bahnstrecken vor. „Die ersten Korridorsanierungen zeigen gravierende Fehlentwicklungen“, heißt es in einem Bericht des Rechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Bisherige Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen seien „fehlerhaft und nicht belastbar“. Der Bericht lag der Deutschen Presse-Agentur vor.
Die Bahn-Sparte DB InfraGO halte Versprechen weitgehend nicht ein, heißt es darin. Der Bundesrechnungshof halte ein „konsequentes Nachsteuern“ für unerlässlich. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme die Feststellungen des Rechnungshofs nicht entkräftet, sondern bestätige vielmehr bestehende Defizite bei den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und der Erfolgskontrolle.
Mit den Korridorsanierungen sollen in den kommenden Jahren hoch belastete Strecken wieder auf Vordermann gebracht werden. Nach Problemen bei den ersten Maßnahmen hatten Bahn und Bund vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger Strecken saniert werden als bisher geplant. Zudem soll nach Abschluss der Bauarbeiten der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden – statt, dass wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren sollten. Bei den bislang abgeschlossenen Generalsanierungen hatte es nach Abschluss der Arbeiten immer wieder Probleme etwa mit verspäteten Zügen gegeben.
Das Konzept der Korridorsanierung sieht vor, dass vielbefahrene Bahnstrecken über Monate gesperrt und grundlegend saniert werden. Dafür sollten sie im Anschluss deutlich weniger störanfällig sein. Damit soll sich die Pünktlichkeit im gesamten Netz verbessern.
Der Bundesrechnungshof fordert in dem Bericht das Verkehrsministerium auf, die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg der Korridorsanierungen „haushaltsrechtskonform“ nachzuweisen und die festgestellten Defizite zu beheben. Die Wirtschaftlichkeit jeder Korridorsanierung müsse gesondert nachgewiesen werden. „Für die Milliardeninvestitionen in Korridorsanierungen fehlt eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.“ Dem Haushaltsausschuss fehlten wesentliche Informationen, um seine parlamentarische Budget- und Kontrollverantwortung wahrnehmen zu können. Bei den ersten abgeschlossenen Korridorsanierungen seien die Kosten zum Teil erheblich gestiegen.
Die Bahn habe die in Aussicht gestellte „Baufreiheit“ bei den Korridorsanierungen von zunächst zehn auf fünf Jahre verringert. Auch die fünfjährige Baufreiheit aber halte sie bereits jetzt wegen nachgelagerter Arbeiten und der Beseitigung von Mängeln nicht ein.
Die Bahn-Sparte DB InfraGO halte Versprechen weitgehend nicht ein, heißt es darin. Der Bundesrechnungshof halte ein „konsequentes Nachsteuern“ für unerlässlich. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme die Feststellungen des Rechnungshofs nicht entkräftet, sondern bestätige vielmehr bestehende Defizite bei den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und der Erfolgskontrolle.
Mit den Korridorsanierungen sollen in den kommenden Jahren hoch belastete Strecken wieder auf Vordermann gebracht werden. Nach Problemen bei den ersten Maßnahmen hatten Bahn und Bund vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger Strecken saniert werden als bisher geplant. Zudem soll nach Abschluss der Bauarbeiten der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden – statt, dass wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren sollten. Bei den bislang abgeschlossenen Generalsanierungen hatte es nach Abschluss der Arbeiten immer wieder Probleme etwa mit verspäteten Zügen gegeben.
Das Konzept der Korridorsanierung sieht vor, dass vielbefahrene Bahnstrecken über Monate gesperrt und grundlegend saniert werden. Dafür sollten sie im Anschluss deutlich weniger störanfällig sein. Damit soll sich die Pünktlichkeit im gesamten Netz verbessern.
Der Bundesrechnungshof fordert in dem Bericht das Verkehrsministerium auf, die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg der Korridorsanierungen „haushaltsrechtskonform“ nachzuweisen und die festgestellten Defizite zu beheben. Die Wirtschaftlichkeit jeder Korridorsanierung müsse gesondert nachgewiesen werden. „Für die Milliardeninvestitionen in Korridorsanierungen fehlt eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.“ Dem Haushaltsausschuss fehlten wesentliche Informationen, um seine parlamentarische Budget- und Kontrollverantwortung wahrnehmen zu können. Bei den ersten abgeschlossenen Korridorsanierungen seien die Kosten zum Teil erheblich gestiegen.
Die Bahn habe die in Aussicht gestellte „Baufreiheit“ bei den Korridorsanierungen von zunächst zehn auf fünf Jahre verringert. Auch die fünfjährige Baufreiheit aber halte sie bereits jetzt wegen nachgelagerter Arbeiten und der Beseitigung von Mängeln nicht ein.
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Meta plant Kapitalerhöhung in Milliarden-Höhe
Die Facebook-Mutter Meta gibt für die Finanzierung zusätzlicher KI-Rechenzentren neue Aktien aus. Hierzu würden zunächst Stammaktien und wandelbare Vorzugsaktien im Gesamtvolumen von 35 Milliarden Dollar emittiert, teilte der US-Konzern am Montag mit. Darüber hinaus würden Investoren voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2027 stimmrechtslose Anteilsscheine in Höhe von bis zu 60 Milliarden Dollar angeboten. Chip-Hersteller wie AMD, Broadcom und Nvidia hätten Interesse am Kauf von Meta-Stammaktien angemeldet. Die bereits gehandelten Papiere stiegen daraufhin im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 2,3 Prozent.
Meta will im laufenden Jahr zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar in den Ausbau der KI-Infrastruktur investieren. Die Gesamtausgaben hierfür dürften sich über mehrere Jahre auf 825 Milliarden Dollar summieren. Die Pläne für die Kapitalerhöhung hatte das Unternehmen anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse in der vergangenen Woche verkündet, nachdem es erstmals seit mehr als zehn Jahren einen negativen Free Cash Flow verzeichnet hatte.
Firmenchef Mark Zuckerberg betonte bei dieser Gelegenheit, dass sich die Investitionen auszahlten. Er gab zudem einen überraschend optimistischen Ausblick. Dennoch stiegen die Kosten für eine Versicherung gegen einen Zahlungsausfall von Meta seither zeitweise auf ein Rekordhoch. Anlegern bereiten die enormen Kosten für den Bau neuer Rechenzentren zunehmend Sorgen. Sie bezweifeln, dass sich die Investitionen auszahlen werden und befürchten massive Abschreibungen. Dennoch zapfen auch andere Technologiekonzerne wie SpaceX den Kapitalmarkt in großem Umfang an.
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Biontech verzeichnet Rückschlag bei Krebsmittel
Der Mainzer Biotechkonzern Biontech und sein chinesischer Partner Dualitybio prüfen das weitere Vorgehen für ihren Wirkstoff Trastuzumab Pamirtecan bei einer bestimmten Form von Brustkrebs. Eine globale Phase-3-Studie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs habe zwar das vorrangige Studienziel erreicht, teilte Biontech am Montag mit. Das Fortschreiten der Krankheit sei jedoch nur moderat verzögert worden. Zudem sei eine höhere Rate an Lungenerkrankungen beobachtet worden als in früheren Studien mit dem Mittel, darunter auch schwere und tödliche Verläufe. Angesichts verfügbarer Behandlungsalternativen sei der potenzielle Nutzen für die Patientinnen daher begrenzt.
Biontech-Aktien verloren an der Börse in Frankfurt bis zu 4,7 Prozent. Die beiden Unternehmen wollen die Daten nun gemeinsam auswerten und über die nächsten Schritte für dieses Anwendungsgebiet entscheiden. Trastuzumab Pamirtecan wird Biontech zufolge derzeit auch in einer weiteren Phase-3-Studie bei Gebärmutterkrebs sowie in einer frühen Studie bei fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht.
Die Ergebnisse sind ein Rückschlag für das Onkologie-Programm der Mainzer, in das der Konzern stark investiert hat. Biontech hatte sich im April 2023 die weltweiten Rechte an dem Mittel mit Ausnahme Chinas gesichert. Dafür flossen 170 Millionen Dollar im Voraus an Dualitybio. Zudem wurden Meilensteinzahlungen von potentiell mehr als 1,5 Milliarden Dollar vereinbart. Im September 2025 hatten die Partner einen Erfolg mit dem Medikament in einer anderen Phase-3-Studie in China bei Brustkrebs gemeldet. Daraufhin hatte Dualitybio Gespräche mit den dortigen Behörden über einen Zulassungsantrag angekündigt.
Biontech-Aktien verloren an der Börse in Frankfurt bis zu 4,7 Prozent. Die beiden Unternehmen wollen die Daten nun gemeinsam auswerten und über die nächsten Schritte für dieses Anwendungsgebiet entscheiden. Trastuzumab Pamirtecan wird Biontech zufolge derzeit auch in einer weiteren Phase-3-Studie bei Gebärmutterkrebs sowie in einer frühen Studie bei fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht.
Die Ergebnisse sind ein Rückschlag für das Onkologie-Programm der Mainzer, in das der Konzern stark investiert hat. Biontech hatte sich im April 2023 die weltweiten Rechte an dem Mittel mit Ausnahme Chinas gesichert. Dafür flossen 170 Millionen Dollar im Voraus an Dualitybio. Zudem wurden Meilensteinzahlungen von potentiell mehr als 1,5 Milliarden Dollar vereinbart. Im September 2025 hatten die Partner einen Erfolg mit dem Medikament in einer anderen Phase-3-Studie in China bei Brustkrebs gemeldet. Daraufhin hatte Dualitybio Gespräche mit den dortigen Behörden über einen Zulassungsantrag angekündigt.
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Ifo-Index: Stimmung in Unternehmen hellt sich auf
Der sich abzeichnende Aufschwung sorgt für bessere Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 90,2 Punkte, nach 89,9 Zählern im September und damit das sechste Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 90,0 Punkten gerechnet. Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage etwas skeptischer als zuletzt, ihre Erwartungen aber positiver. „Die Konjunkturbelebung setzt sich fort“, erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest.
Zuletzt hatte die Umfrage des Finanzdienstleisters S&P Global unter Einkaufsmanagern signalisiert, dass die deutsche Wirtschaft an Schwung verloren hat. Dabei verlangsamte sich das Wachstum der Dienstleister, während es sich in der Industrie beschleunigte.
Insgesamt stehen in Deutschland die Zeichen auf eine konjunkturelle Erholung, angeschoben vor allem durch mehr staatliche Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Experten und Bundesregierung erwarten 2026 mehr als ein Prozent Wachstum. Weil die privaten Investitionen aber noch verhalten sind, sprechen die meisten Ökonomen noch nicht von einem nachhaltigen und sich selbst tragenden Aufschwung.
Zuletzt hatte die Umfrage des Finanzdienstleisters S&P Global unter Einkaufsmanagern signalisiert, dass die deutsche Wirtschaft an Schwung verloren hat. Dabei verlangsamte sich das Wachstum der Dienstleister, während es sich in der Industrie beschleunigte.
Insgesamt stehen in Deutschland die Zeichen auf eine konjunkturelle Erholung, angeschoben vor allem durch mehr staatliche Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Experten und Bundesregierung erwarten 2026 mehr als ein Prozent Wachstum. Weil die privaten Investitionen aber noch verhalten sind, sprechen die meisten Ökonomen noch nicht von einem nachhaltigen und sich selbst tragenden Aufschwung.
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SpaceX sichert sich 40 Milliarden Dollar für KI-Chips
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat eine Fremdfinanzierung in Höhe von 40 Milliarden Dollar für den Kauf von Grafikprozessoren abgeschlossen. Dies teilte Firmenchef Elon Musk auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Die gute Bonitätseinstufung des Unternehmens sowie die Einnahmen aus dem Satelliten-Internetdienst Starlink und dem Geschäft mit Raketenstarts hätten den Zugang zu Krediten gesichert. Es handele sich in erster Linie um kündbare Schuldtitel für den Kauf von Grafikprozessoren, die im ersten und zweiten Quartal eintreffen würden, erklärte Musk. Für das laufende Quartal sei dies kein wesentlicher Faktor.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang des Monats gemeldet, dass SpaceX mit Banken und Vermögensverwaltern über die Beschaffung von 40 Milliarden Dollar für den Kauf von KI-Chips des US-Konzerns Nvidia verhandele. Die Finanzierung unterstreicht den enormen Kapitalbedarf des KI-Booms, da Technologieunternehmen darum wetteifern, sich fortschrittliche Prozessoren zu sichern und die für die KI-Entwicklung erforderliche Rechnerinfrastruktur aufzubauen.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang des Monats gemeldet, dass SpaceX mit Banken und Vermögensverwaltern über die Beschaffung von 40 Milliarden Dollar für den Kauf von KI-Chips des US-Konzerns Nvidia verhandele. Die Finanzierung unterstreicht den enormen Kapitalbedarf des KI-Booms, da Technologieunternehmen darum wetteifern, sich fortschrittliche Prozessoren zu sichern und die für die KI-Entwicklung erforderliche Rechnerinfrastruktur aufzubauen.
Im dritten Quartal kletterte der Umsatz von SpaceX im Jahresvergleich um 161 Prozent auf 14,58 Milliarden Dollar. Das abgelaufene Jahresviertel lieferte den bislang deutlichsten Beweis dafür, dass sich die massiven KI-Investitionen von SpaceX in steigenden Umsätzen niederschlagen, auch wenn die Ausgaben für die Rechnerinfrastruktur gewaltig bleiben und sich die Investitionsausgaben auf 19,6 Milliarden Dollar fast verdreifachten.
Das Gemeinschaftsunternehmen Terafab von SpaceX und dem Autobauer Tesla im texanischen Austin soll im Mai oder Juni kommenden Jahres seinen ersten Test-Chip produzieren. Die Massenproduktion wird für das dritte Quartal 2028 angestrebt. Bereits vor seinem aufsehenerregenden Börsengang hatte SpaceX in den Zulassungsunterlagen die Herstellung eigener Grafikprozessoren als eine der wesentlichen Investitionsausgaben aufgeführt und potenzielle Investoren auf die großen Ausgabenpläne zur Entwicklung von KI und anderen Technologien hingewiesen.
Das Gemeinschaftsunternehmen Terafab von SpaceX und dem Autobauer Tesla im texanischen Austin soll im Mai oder Juni kommenden Jahres seinen ersten Test-Chip produzieren. Die Massenproduktion wird für das dritte Quartal 2028 angestrebt. Bereits vor seinem aufsehenerregenden Börsengang hatte SpaceX in den Zulassungsunterlagen die Herstellung eigener Grafikprozessoren als eine der wesentlichen Investitionsausgaben aufgeführt und potenzielle Investoren auf die großen Ausgabenpläne zur Entwicklung von KI und anderen Technologien hingewiesen.
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VW-Betriebsratschefin nennt Audi-Chef bei Trump beschämend
VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo hat den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie – und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe“, sagte Cavallo in einem internen Interview, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Wer die Rede von Trump gehört habe und habe wahrnehmen müssen, dass Döllner zum aktiven Teil dieser Veranstaltung geworden sei, müsse vor „Scham im Boden versinken“.
Cavallo sparte auch nicht mit Kritik am gesamten VW-Konzernvorstand um Chef Oliver Blume. Dieser habe sich „von einer höchst zweifelhaften politischen Figur, die gegen so ziemlich jeden unserer Unternehmenswerte verstößt, zur Marionette in dessen Propaganda-Show machen lassen“, sagte sie. Dass umgehend erste Vergleiche zur VW-Geschichte gezogen würden, spreche für sich. Es sei ein Spiel mit dem Feuer. Volkswagen ist in der Nazi-Zeit gegründet worden und diente dem Regime von Adolf Hitler als Vorzeigeunternehmen.
Trump hatte am Samstag überraschend den Bau eines Audi-Werks in Perry im US-Bundesstaat Georgia angekündigt. Döllner trat anschließend auf die Bühne und dankte dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung. Der Chef der VW-Tochtergesellschaft ist auch Mitglied im Wolfsburger Konzernvorstand. Dort verantwortet Döllner die Markengruppe Progressive, die neben Audi auch die Luxusmarken Bentley und Lamborghini sowie den Motorradhersteller Ducati umfasst.
Die Ingolstädter wollen in Georgia jährlich 200.000 Sportgeländewagen (SUV) produzieren. Geplant sind Investitionen in Höhe von vier Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro), 4.500 Arbeitsplätze sollen entstehen. Audi nennt 2027 als Baubeginn, der Produktionsstart soll Anfang der 2030er Jahre erfolgen. Es wäre das erste Werk der VW-Premiumtochter in den Vereinigten Staaten.
Der Auftritt steht Cavallo zufolge auch im Gegensatz zu internen Leitlinien von Audi, wie die DPA weiter berichtet. In den drei letzten Monaten vor Wahlen seien öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Politikern untersagt. Döllner habe diese Prinzipien erst vor wenigen Monaten unterschrieben. Hier liege „sicherlich ein klarer Verstoß“ vor. Die US-Zwischenwahlen finden am 3. November statt.
Die Pläne für ein Audi-Werk in den USA bewertet die VW-Betriebsratschefin nüchterner. Rein betriebswirtschaftlich könne das Sinn ergeben, sagte Cavallo. Der US-Markt zähle zu den größten und lukrativsten der Welt, der Marktanteil von VW sei dort aber immer noch viel zu klein. Zugleich seien die Zölle wegen Trump hoch und kosteten den Konzern Milliarden. Es spreche vieles für eine verstärkte Fertigung in den Vereinigten Staaten. Nach Audis Ankündigung seien aber noch viele Fragen offen - etwa, ob es im Gegenzug Zollerleichterungen für den gesamten VW-Konzern gebe. Ebenso unklar sei, wie belastbar solche Zusagen über einen möglichen Regierungswechsel hinaus wären.
Innerbetrieblich stellt Cavallo klare Bedingungen. Für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat komme eine neue US-Fabrik - ganz egal von welcher Marke - nur dann infrage, wenn man Klarheit über die Auswirkungen für die übrigen Werke hätte, insbesondere in Deutschland. „Ohne ein Gesamtbild zur Planungsrunde mit dem Gesamtblick auf alle Standorte geben wir kein grünes Licht. Das heißt im Umkehrschluss, dass eine Entscheidung erst noch aussteht“, sagte Cavallo. Ob man der Option für den Neubau am Ende zustimmen werde, sei offen.
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