Leoni, Mahle und andere : Autozulieferer in der Zange

Während Volkswagen, BMW und Co. trotz der Krisen klotzig verdienen, stehen ihre Lieferanten mit dem Rücken zur Wand. In der Autobranche ist ein Verteilungskampf entbrannt.
Die schwäbische Übersetzung wäre wohl: „Mir gäbet nix“ – wir geben nichts. Erst hatte der defizitäre Stuttgarter Autozulieferer Mahle in einem bemerkenswerten Schritt von den großen Autokonzernen finanzielle Hilfe gefordert. Gestiegene Material-, Energie- und Produktionskosten sowie gravierende Lieferkettenprobleme drückten das Unternehmen an die Wand, hieß es. Wenige Tage später legt Mercedes – ebenfalls aus Stuttgart – einen Quartalsgewinn von mehr als 5 Milliarden Euro vor. Und der Finanzvorstand Harald Wilhelm lässt, auf den Hilferuf Mahles angesprochen, seinen Lieferanten knallhart auflaufen. „Was die Profitabilität angeht: Jeder ist für sich verantwortlich“, sagte er.
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