EU-Richtlinie zum Klimaschutz : Sanierungsdruck per Gesetz?

Eine EU-Richtlinie schreibt vor, dass Gebäude bald weniger Energie verbrauchen dürfen. Die Bundesregierung zögert – auch weil die Folgen für manche Hauseigentümer drastisch sein könnten.
Das Dokument, um das im Berliner Regierungsviertel derzeit viele einen großen Bogen machen, trägt die Kennung 2024/1275. Mit dieser EU-Richtlinie haben die Mitgliedstaaten im April vergangenen Jahres die Vorschriften für die Energieeffizienz von Gebäuden neu gefasst. Um die Klimaziele zu erreichen, soll der Energieverbrauch von privaten und öffentlichen Immobilien deutlich sinken. Die Mitgliedstaaten müssen dazu einen Plan zur schrittweisen Renovierung ihres Gebäudebestands erstellen. Das erklärte Ziel laut der Richtlinie: ein „Nullemissionsgebäudebestand bis 2050“. Eigentlich sollen die Länder bis zum 29. Mai 2026 ihre Maßnahmen für die Umsetzung der sogenannten EPBD-Richtlinie festgelegt haben. Doch die Bundesregierung schiebt das heikle Thema vor sich her.


