Gestörte Lieferketten : Marlboro-Zigaretten drohen Mangelware zu werden

Wer gerne Marlboros raucht, sollte sich besser eindecken. Deutschlands beliebteste Glimmstengel drohen knapp zu werden. Es fehlt an Pappe und auch der Krieg in der Ukraine spielt wohl eine Rolle.
Wer Marlboro-Zigaretten raucht, könnte in Deutschland Nachschubprobleme bekommen. Und zwar nicht, weil der Tabakkonzern Philip Morris, der in Europa die Marlboro-Rechte hält, der Tabakzigarette den Kampf angesagt hat und die Kunden auf angeblich risikoärmere Tabakprodukte umleiten möchte. Vielmehr sorgen Schwierigkeiten bei Lieferketten und möglicherweise auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine für Probleme. „Wegen der weltweit angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten (etwa der Verknappung von Kartonagen) kann es tatsächlich kurzfristig zu Engpässen kommen - allerdings nur bei einzelnen Verpackungsgröẞen.“ Man passe seine Lieferketten kontinuierlich an, um die Engpässe zu bewältigen. Die Firma wies darauf hin, dass Konsumentinnen und Konsumenten kurzfristig auf andere Verpackungsgrößen ausweichen könnten. Zuvor hatte die „Bild“ über die Probleme berichtet. Die Zeitung zitierte einen Großhändler, demzufolge die Verknappung deutlich zu spüren ist. Philip Morris hat unter anderem ein Werk in Charkiw in der Ukraine, das wegen des Krieges Ende Februar heruntergefahren wurde. Ob die Lieferprobleme in Deutschland mit der Situation in dem Werk zusammenhängen, ließ die Firma offen.





