Zukunft der EU-Landwirtschaft : Gespräche über europäische Agrarreform abgebrochen

Das Europaparlament und die Mitgliedstaaten haben die Verhandlungen über eine 380 Milliarden Euro schwere Agrarreform abgebrochen. Die Abgeordneten wollen die Vorschläge der Länder nicht einfach abnicken, die Agrarminister fühlen sich erpresst.
Am Freitag ging alles sehr schnell. Um 9 Uhr hatten sich die Chefunterhändler von Europaparlament und Mitgliedstaaten verabredet, um weiter über die Zukunft der EU-Agrarpolitik zu diskutieren. Eine Debatte aber fand gar nicht statt. Die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft teilte den überraschten Abgeordneten nur kurz mit, dass sie kein Mandat für ein neues Angebot habe, und brach die seit Dienstag laufenden Verhandlungen ab. Nach dem Willen der Portugiesen, deren Ratspräsidentschaft im Juni endet, soll es im kommenden Monat noch einen Versuch geben. Ob das Parlament darauf eingeht, ist aber noch ungewiss.





