Reaktion auf Fratzscher : Prien lehnt soziales Pflichtjahr für Rentner ab

Der Vorschlag des Präsidenten des Deutschen Insitut für Wirtschafts hatte eine Debatte ausgelöst. Jetzt äußert sich Bundesfamilienministerin Prien – und spricht von einem völlig falschen Ansatz.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) lehnt ein verpflichtendes soziales Jahr für Rentner ab. „Das ist ein völlig falscher Ansatz“, sagte die für das Thema Senioren zuständige Ressortchefin bei der Bundesdelegiertenversammlung der Senioren-Union der CDU in Magdeburg. Die Gesellschaft könne vom Erfahrungswissen älterer Menschen profitieren, dies müsse man nutzbar machen.
Der Ökonom Marcel Fratzscher hatte mit dem Vorschlag zur Einführung eines verpflichtenden sozialen Jahrs für Rentner eine Debatte ausgelöst. Prien betonte nun, viele Senioren engagierten sich bereits ehrenamtlich, kümmerten sich um Enkelkinder oder unterstützten Nachbarn. Dafür müsse man ihnen danken, so die CDU-Politikerin.
Prien kündigte an, sich gegen Altersdiskriminierung stellen zu wollen. Man müsse davon wegkommen, ältere Menschen einseitig als Kostenfaktor für Kranken- und Pflegeversicherung zu betrachten.





