Zweitwohnsitze in Tirol : „Die Kontrollen sind jetzt extrem scharf“

Österreichische Gemeinden greifen immer strenger gegen illegale Freizeitwohnsitze durch. Gehen Sie dabei inzwischen zu weit? Rechtsanwalt Hannes Wiesflecker über Betroffene in Erklärungsnot, Profiteure und Bauernopfer.
Wirbel um Freizeitwohnsitze in Tirol: In touristisch besonders beliebten und teuren Orten wie Ellmau oder Reith bei Kitzbühel geraten Immobilieneigentümer zunehmend in den Verdacht, ihre Häuser oder Wohnungen illegal vornehmlich zu Erholungs- oder Ferienzwecken zu nutzen. Ihnen drohen Geldbußen bis zu 40.000 Euro und das Nutzungsverbot der eigenen Immobilie. Das Entsetzen unter den Betroffenen ist groß (F.A.S. vom 20. April). Jahrelang haben nur wenige Kommunen kontrolliert, ob die Eigentümer das Tiroler Raumordnungsgesetz einhalten. Demzufolge darf in einer Gemeinde der Anteil an sogenannten Freizeitwohnsitzen maximal acht Prozent betragen. Dies soll verhindern, dass Wohnraum für die lokale Bevölkerung knapp und unerschwinglich wird. Vielerorts liegt der Anteil aber deutlich höher.
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