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Teilzeit-Gesellschaft : Geht es uns zu gut?

Ein Vater spielt mit seinem Sohn in seiner Freizeit in der Sonne. Bild: dpa

Immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit – einfach, weil sie öfter frei haben wollen und auf Geld verzichten können. Was ist da los?

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          Mittwochs ist Anne Wenders nicht erreichbar. Mittwochs sitzt sie nicht wie sonst an ihrem Schreibtisch in der Kommunikationsabteilung der Telekom, sondern an der Bettkante schwerkranker Kinder. Die 49-Jährige arbeitet schon viele Jahre in Teilzeit, seit einigen Monaten widmet sie die freien Stunden dem Kinderhospiz in Düsseldorf. Ihren Job mache sie sehr gerne, sagt Wenders. Das Ehrenamt erfülle sie aber auf andere Art: „Dieses Gefühl, auf einer emotionalen Ebene gebraucht zu werden und etwas zurückzugeben, empfinde ich als unheimlich sinnstiftend.“

          Anna Sophie Kühne
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Weniger zu arbeiten, mehr Zeit für Ehrenamt, Hobbys oder Freunde zu haben – das wünschen sich viele Menschen. Seit Jahren steigt die Teilzeitquote in Deutschland, inzwischen arbeitet fast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland weniger als Vollzeit. In einigen Betrieben arbeitet mehr als die Hälfte der Belegschaft in Teilzeit, zum Beispiel in mancher Schule.

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