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Übernahmegerüchte : Franzosen wollen Juwelenmarke Tiffany kaufen

  • Aktualisiert am

Amerikas Präsident Trump besucht eine Fabrik von Louis Vuitton in Texas Bild: AP

Der französische Luxusmarkenkonzern LVMH, bekannt für Christian Dior oder Louis Vuitton, will die amerikanische Konkurrentin Tiffany übernehmen.

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          Der französische Konzern LVMH lotet wohl eine Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Tiffany aus. Beide Unternehmen verdienen ihr Geld mit dem Verkauf bekannter Luxusmarken.

          Zu LVMH gehört das auf Lederwaren spezialisierte Unternehmen Louis Vuitton, die Edelschneiderei Givenchy, der Kosmetikkette Sephora, die Uhrenfirma Hublot, der Schmuckhersteller Bulgari oder die Champagnerkellerei Dom Perignon. Tiffany ist ein vor allem in den Vereinigten Staaten bekannter Großjuwelier.

          Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete mit Verweis auf Insider, dass LVMH die Chancen einer Übernahme von Tiffany prüfen wolle. Es wäre die größte LVMH-Akquisition nach den 7 Milliarden Dollar, die der Konzern 2017 für die Komplettierung der Übernahme der Modemarke Christian Dior gezahlt hatte. LVMH und Tiffany wollten sich gegenüber Bloomberg nicht äußern.

          Internationale Luxusmarken haben im Rahmen der Globalisierung vom Aufstieg der Schwellenländer wie China und Russland profitiert. Dort sind kaufkräftige Bevölkerungsschichten entstanden, die nach Jahrzehnten des Sozialismus ihren Nachholbedarf befriedigen. Doch jetzt macht der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China der Edelbranche zu schaffen.

          Auch stellt die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong eine Achillesferse der Luxusmarken dar. In guten Zeiten werden in Hongkong so viele Luxuswaren verkauft, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Doch seit den Unruhen und den Protesten gegen Peking ist der Tourismus in Hongkong stark eingebrochen. Darunter leiden auch die Umsätze der zahlreichen Mode- Schmuck- und Uhrenhändler in der ehemaligen britischen Kolonie. Weil die Einbrüche zunächst jedoch nicht ganz so stark ausfielen wie befürchtet, gewannen die Aktienkurse von Luxusunternehmen zum Handelsschluss der vergangenen Woche wieder etwas.

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