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Deutschlandweite Debatte : Zanken um das Feuerwerk

  • -Aktualisiert am

Massenware: Bis Silvester dürfen Geschäfte Feuerwerksartikel verkaufen. Bild: dpa

Zu laut, zu gefährlich, zu umweltschädlich: Einige Städte errichten Verbotszonen für das Feuerwerk an Silvester. An der Ostsee geht ein Tourismusort einen eigenen Weg.

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          Am Timmendorfer Strand kommt es zum Jahreswechsel zu einer Premiere: Statt mit herkömmlichem Feuerwerk begrüßt die holsteinische Gemeinde an der Ostseeküste das neue Jahr erstmals mit einer „umweltgerechten Laser- und Pyro-Show“. Das dürfte all jenen gefallen, denen die Knallerei zu laut, zu viel oder angesichts der Feinstaubbelastung zu gesundheitsgefährdend erscheint. Die Laser- und Pyrotechnik an der Küste soll keinen Müll und nur wenig Feinstaub verursachen, wenn Zehntausende Menschen Silvester am Timmendorfer Strand feiern.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Wir wollen, dass die ihr privates Feuerwerk nicht mehr am Strand abfeuern“, sagt Joachim Nitz, Geschäftsführer der kommunalen Tourismusgesellschaft. Erstmals organisiert die Gemeinde ein zentrales Feuerwerk am Himmel und richtet rund um die Seebrücke eine Bannmeile für Böller ein. Das zielt darauf ab, dass weniger Müll in der Ostsee landet. In den Vorjahren füllten die Mitarbeiter zwei Container mit den Resten der nächtlichen Feier, die sie am Neujahrsmorgen am Strand vorfanden. „Plastikhütchen von den Raketen finden wir immer noch das ganze Jahr am Strand.“

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