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1. Advent : Der Trend geht zum makellosen Weihnachtsbaum

  • Aktualisiert am

Ein Kran hebt in Magdeburg eine Coloradotanne über die Dächer. Bild: dpa

Der Weihnachtsbaum-Verkauf beginnt. Das sind die Trends auf dem Markt. Und die Verkäufer schicken natürlich auch eine bekannte Warnung mit.

          2 Min.

          Gerade gewachsen soll sie sein, mit sattgrünen Nadeln und ebenmäßig angeordneten Zweigen: Für viele Weihnachtsbaumkäufer startet am 1. Adventswochenende das Rennen um die perfekte Tanne. „Wir beobachten heute den Trend zum makellosen Weihnachtsbaum“, sagte Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger.

          Wer erst kurz vor Weihnachten zum Baumkauf starte, müsse dagegen in der Regel mit etwas unscheinbareren Exemplaren vorliebnehmen. „Die A-Qualität ist vor Weihnachten meist ausverkauft“, so der Fachmann. Bei Bäumen der Qualitätsstufen B und C könne dagegen eine geschickte Plazierung etwa in der Zimmerecke weiterhelfen. Gefragt seien unter Liebhabern aber auch Exoten wie Bäume mit drei Spitzen.

          14 Euro pro Meter

          Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach Berechnungen des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie ungefähr 29,5 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Nach dem Trend zum Zweitbaum auf dem Balkon oder im Vorgarten seien derzeit auch zunehmend kleine Exemplare gefragt, etwa als Dekoration auf dem Schreibtisch, berichtete Verbandssprecherin Ursula Geismann.

          Mit durchschnittlich etwa 14 Euro pro Meter könnten die Verbraucher in diesem Jahr auf stabile Preise setzen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konkurrenz von Discountern und Supermärkten habe es in den Vorjahren sogar leichte Preisrückgänge gegeben, die nun jedoch gestoppt worden seien. Bei einer durchschnittlichen Baumhöhe von etwa 1,70 Metern müssten Verbraucher mit Kosten von etwa 24 Euro rechnen.

          Gekauft werden Weihnachtsbäume nach Angaben der Branche jeweils etwa zu einem Drittel ab Hof, im Super-, Baumarkt oder beim Discounter, sowie im Straßenhandel. Hinzu komme zunehmend auch die Bestellung im Internet. Onlinehändler Christian Fiedler („Santa-Fidi“), schätzt den aktuellen Anteil der in Deutschland im Internet verkauften Weihnachtsbäume derzeit auf eine „niedrige einstellige Prozentzahl“.

          An die Haustür per Mausklick geliefert würden in der Regel ausschließlich Bäume der Qualitätsstufe A, versicherte der Unternehmer. Um Reklamationen kritischer Weihnachtsbaumliebhaber nach dem Kauf preisreduzierter Exemplare der Qualitätsstufe C zu vermeiden, bietet er in seinem Internet-Shop Aufklärungsvideos an: Mit deutlichen Mängeln behaftete Weihnachtsbäume werden da zur Anschauung präsentiert - Umtausch ausgeschlossen.

          Aber auch zunächst als schlecht eingestufte Weihnachtsbäume können eine späte Karriere machen, berichtet Eberhard Hennecke vom NRW-Landesverband der Weihnachtsbaumerzeuger. Auf dem Feld zunächst achtlos bei der Ernte stehen gelassene Exemplare entwickelten sich im Laufe der Jahre nicht selten zu großen Vorzeigebäumen für repräsentative Zwecke.

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