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Brennstoffzellen : Wasserstoff, Mobilität der Zukunft?

Brennstoffzellen auf dem Prüfstand: Mitarbeiter von Freudenberg in München Bild: Freudenberg

Verbrenner, Batterie- oder Brennstoffzellen: Welcher Technologie gehört die Zukunft? Der Automobilzulieferer Freudenberg forscht schon seit fast zwanzig Jahren, um Brennstoffzellen für die Produktion fit zu machen.

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          Es könnte alles so einfach sein. Wenn endlich Brennstoffzellen den Automarkt erobern würden. Eine Tankladung dauert wenige Minuten, niemand müsste auf ein privates Auto verzichten, die Luft in den Städten wäre nicht von Stickoxiden, sondern höchstens von feinem Wasserdampf gefüllt. Windräder in der Nordsee könnten Energie für Elektrolyse-Kraftwerke liefern, anstatt sich nur um sich selbst zu drehen, weil ihr Strom gerade keine Abnehmer hat. Weder Lithium noch Kobalt müssten unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut werden, weil der Brennstoffzellenantrieb keine 700-Kilo-Akkus braucht, sondern nur eine kleine Batterie, um Stromspitzen auszugleichen. Selbst BP und Shell könnten sich freuen, ihre Tankstellen weiter betreiben und statt Benzin und Diesel eben Wasserstoff produzieren, woran schon gearbeitet wird. Warum ist das alles also nicht schon Praxis? Woher kommt so viel müsste, könnte, würde?

          Gerhard Schöpping hat eine recht gute Vorstellung von dem Warum. Er ist Direktor für Technologie und Innovation in der Materialsparte von Freudenberg, dem Technologieunternehmen aus dem baden-württembergischen Weinheim, der neben vielen anderen Dingen auch an Brennstoffzellen forscht – seit fast zwanzig Jahren. Freudenberg liefert verschiedene Komponenten zu, und sein Blick auf die einzelnen Komponenten macht ihm deutlich, warum die Sache mit den Brennstoffzellen nicht so einfach ist. „Es ist komplex“, sagt Schöpping; ein Satz, den man in Gesprächen mit Ingenieuren und Entwicklern bei Freudenberg oft hört. „Eine Technik zu entwickeln ist das eine, sie fit für die Produktion zu machen ist etwas ganz anderes.“

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