Mindestlohn zeigt Wirkung : Immer weniger Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor

Der Niedriglohnsektor in Deutschland schrumpft. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Lohnungleichheit sinkt. Ökonomen führen das auch auf die Einführung des Mindestlohns zurück.
Die Zahl der Menschen, die in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeitet, ist in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie über die Lohnentwicklung seit 1995. Danach arbeiteten im vergangenen Jahr 15,2 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Das entspricht in etwa dem Niveau von Mitte der Neunzigerjahre. Die Ökonomen des DIW führen die Entwicklung vor allem auf die Einführung des allgemeinen Mindestlohns im Jahr 2015 und die Lohnpolitik der Gewerkschaften zurück, die zunehmend verlangen, dass niedrige Löhne überproportional angehoben werden.


