Arbeit im fernen Osten : In Japan ein Abschied vom Gruppendenken

Der wichtigste japanische Wirtschaftsverband Keidanren bricht mit einer Tradition. Von 2021 an will er den Unternehmen nicht mehr vorschreiben, wann und wie sie neue Mitarbeiter einstellen. Der Korporatismus bröckelt.
Das Ritual gehört zu den korporatistischen Traditionen in Japan, die das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen zu einer Gruppe in der Gesellschaft stärken. Jedes Jahr am 1. April, den Beginn des neuen Geschäftsjahres, stellen die meisten japanischen Unternehmen massenweise neue Mitarbeiter ein, die gerade die Universität verlassen haben. In Willkommensfeiern begrüßen leitende Manager die Neuen als Teil der Unternehmensfamilie. Der gemeinschaftliche Arbeitsbeginn führt die Studenten jahrgangsweise in das Arbeitsleben und zumindest bei den traditionellen Großunternehmen noch oft in die Geborgenheit einer lebenslangen Anstellung.





