https://www.faz.net/-gqe-7ympz

Berichssaison : Intel überzeugt mit Zahlen

Intel ist im Geschäft mit Tablets und Smartphones noch nicht so stark vertreten. Bild: Reuters

Der Halbleiterkonzern läutet die Berichtssaison für die Technologiebranche ein. Die Zeit der Umsatzrückgänge ist vorerst vorbei.

          Der amerikanische Halbleiterkonzern Intel hat die Berichtssaison für die Technologiebranche am Donnerstag nach Börsenschluss eingeläutet und mit seinen Zahlen überzeugt. Nach zwei Jahren mit Umsatzrückgängen gelang Intel 2014 wieder ein klares Wachstum, und es gab sogar einen Rekordumsatz. Intel hatte in den vergangenen Jahren mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Konzern macht den größten Teil seines Geschäfts mit Mikroprozessoren für Personalcomputer wie Laptops oder Desktop-Rechner. Aber dieser Markt ist nicht mehr so attraktiv wie früher, das Wachstum lag in den vergangenen Jahren bei mobilen Geräten wie Smartphones und Tabletcomputern. In diesen Segmenten ist Intel aber bislang noch nicht allzu stark vertreten.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Zuletzt hat sich das PC-Geschäft wieder etwas stabilisiert, und das schlug sich auch in den Zahlen von Intel nieder. Im Schlussquartal 2014 konnte das Unternehmen seinen Umsatz mit PC-Chips um 3 Prozent ausbauen. Noch stärker war das Wachstum in der kleineren Sparte mit Mikrochips für Großcomputer wie Netzwerkrechner, deren Umsatz um 25 Prozent zulegte. Der Umsatz in der Sparte mit Chips für mobile Geräte blieb überschaubar, und es gab hier einen hohen Verlust. Vorstandsvorsitzender Brian Krzanich nannte es als eine seiner Prioritäten für dieses Jahr, die Profitabilität in dem Geschäft zu verbessern. Intel verwies aber auch auf Fortschritte und sagte, das Ziel für das vergangene Jahr, Prozessoren für 40 Millionen Tablets zu liefern, sei übertroffen worden.

          Insgesamt baute Intel im vierten Quartal seinen Umsatz um 6 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar aus und lag damit fast genau auf Höhe der Erwartungen von Analysten. Der Nettogewinn legte um 39 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu, das Ergebnis je Aktie von 74 Cent war um 8 Cent besser als erwartet. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 55,9 Milliarden Dollar und der Nettogewinn um 22 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar.   

          Die Begeisterung an der Wall Street hielt sich dennoch in Grenzen, denn der Aktienkurs von Intel verlor im nachbörslichen Handel zeitweise 2 Prozent an Wert. Dies dürfte mit einem etwas schwächer als erwarteten Ausblick auf das laufende Jahr zu tun gehabt haben. Insgesamt hat sich Intel aber in jüngster Zeit an der Börse gut geschlagen. Der Aktienkurs hat in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 40 Prozent zugelegt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Boris Johnson und die EU : Trotz allem – Partner

          In Brüssel hat man Boris Johnson in unangenehmer Erinnerung behalten. Dennoch sollten die „Europäer“ ihm, wo immer möglich, die Hand reichen – nur zu einem nicht.
          Laut Sebastian Kurz habe es sich bei der Datenvernichtung um einen „normalen Vorgang“ gehandelt.

          Datenträger geschreddert : Kurz und der Reißwolf

          Der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ließ nach dem Platzen der Koalition mit der rechten FPÖ durch einen Mitarbeiter inkognito Daten vernichten. Warum?

          Greta Thunberg in Paris : Macrons Worte sind ihr zu wenig

          Für ihre kurze Rede erhält die Klimaaktivistin in der französischen Nationalversammlung viel Applaus, besonders aus Macrons Partei – obwohl Thunberg den Präsidenten zuvor kritisiert hat.
          Aufhören, wenn’s am schönsten ist Nach dem Pokalsieg 2018 verließ Boateng die Eintracht.

          Eintracht Frankfurt : Chance und Risiko der Boateng-Rückkehr

          Nach den Abgängen von Luka Jovic und Sébastien Haller sucht Frankfurt einen neuen Stürmer. Kommt Kevin-Prince Boateng tatsächlich zurück zur Eintracht? Eine Neuauflage der alten Liebe wäre ein Wagnis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.