Neue Kleinwagen : Kurz und Mut

Einen kleinen Wagen zu bauen ist eine große Kunst. Zumal mit elektrischem Antrieb. Renault traut sich sogar, das in Frankreich zu tun. Es schimmert einiges Vergnügen am Horizont. Aber kein billiges.
Die Unruhe ist allerorten spürbar, eine merkwürdige Gegensätzlichkeit auch. Mercedes-Benz meldet gerade zweistelligen Milliardengewinn, Renault dreht vom existenzbedrohenden Minus in ein komfortables Plus, in vielen anderen Unternehmen sehen die Zahlen ähnlich gut aus. Doch die Sorge vor der Zukunft ist groß und beherrscht die Schlagzeilen. Es gibt Meldungen von beunruhigendem Arbeitsplatzabbau, und zweifellos geht es Deutschlands, geht es Europas Wirtschaft schlecht, wenn es in der Autobranche hakt. Die taumelt durch eine Transformation, die ein politisch gesetztes Fixum hat: Von 2035 an dürfen keine Autos mehr neu zugelassen werden, die lokal CO₂ ausstoßen, das bedeutet de facto ein Verbot des Verbrennungsmotors. Die einzig gangbare Antwort im Personenwagen scheint der batterieelektrische Antrieb zu sein, doch der nimmt nach gewisser Anfangsbegeisterung kein Tempo auf, die Kundschaft zögert.
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