Bobfahren
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Allgemeine Infos über Bobfahren
Als Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz die ersten Bobschlitten aus Holz über Eisflächen glitten, wirkte es wie ein Seifenkistenrennen auf Kufen. Inzwischen gilt Bobfahren als „die Formel 1 im Eiskanal“. Ein moderner Sportschlitten besteht aus einem Glasfasergehäuse mit vier Stahlkufen. Die Steuerung erfolgt über einen Seilzug. Der Bob erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometern. Bei den Olympischen Winterspielen 1924 und 1928 gingen noch Fünferbobs an den Start. Weil sich diese Besetzung als zu gefährlich herausstellte, treten Männer seit 1932 im Zweier- und Viererbob an. Seit 2002 kämpfen auch Frauen im Zweierbob um olympische Medaillen.

Ein starker Anschub und exakte Lenkung entscheiden beim Bobfahren über den Sieg. Die Mannschaft schiebt ihren Bob zunächst in hohem Tempo an und springt dann hinein. Ein schneller Start ist häufig ausschlaggebend. Der Pilot lenkt das Sportgerät anschließend mit Fingerspitzengefühl und hoher Präzision durch den Eiskanal.

Wettkampfgeeignete Bobbahnen müssen mindestens 1.500 Meter lang sein und wenigstens fünf Kurven mit einem Durchschnittsgefälle von acht Prozent aufweisen. Das Maximalgewicht mit Besatzung darf bei Zweierbobs der Männer 390 Kilogramm und bei Frauen 340 Kilogramm nicht überschreiten. Viererbobs dürfen inklusive der Mannschaft maximal 630 Kilogramm wiegen. In jeweils vier Durchgängen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gewinnen bei Olympischen Spielen die Fahrer mit der schnellsten Gesamtfahrzeit.
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