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Das war die Olympia-Nacht : Eine Krone für Deutschland

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Grund zur Freude und zur besonderen Feier-Bekleidung hatte Skispringerin Katharina Althaus nach ihrer Silbermedaille. Bild: AFP

Katharina Althaus feiert ihre Silbermedaille auf eine ganz besondere Art. Chloe Kim gewinnt den Halfpipe-Wettbewerb und Laura Dahlmeier ruht sich aus. Derweil haben die Spiele ihren ersten Dopingfall.

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          Mit einem Goldkrönchen auf dem Kopf hat Katharina Althaus den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere gefeiert. Die 21 Jahre alte Skispringerin spritzte spät nach Mitternacht Sekt durch das Deutsche Haus und konnte ihre Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang noch immer nicht begreifen. „Nach dem zweiten Sprung wusste ich, ich stehe auf dem Podest. Ich kann es noch gar nicht glauben. Es ist mega cool. Ich freue mich riesig“, sagte  Althaus nach Rang zwei hinter der überragenden Norwegerin Maren Lundby. Weil die Skispringerinnen keinen zweiten Wettkampf mehr haben, können Althaus, Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt und die restliche Mannschaft die Spiele von Pyeongchang nun genießen. „Ich freue mich, mit dem Team zu feiern und es richtig krachen zu lassen“, sagte Althaus.

          Richtig krachen ließ es auch Snowboarderin Chloe Kim, die sich beim Halfpipe-Wettbewerb der Damen überlegen vor der Konkurrenz durchsetzte. Die erst 17 Jahre alte Amerikanerin mit südkoreanischen Wurzeln war eine Klasse für sich und erhielt als Einzige Wertungen über 90 Punkte. Für ihren besten Auftritt bekam Kim, deren Eltern aus Südkorea stammen, 98,25 Punkte und lag damit klar vor Silbermedaillengewinnerin Liu Jiayu aus China (89,75). Auf dem dritten Platz landete Kims US-Teamkollegin Arielle Gold (85,75).

          Erster Dopingfall der Spiele

          Der japanische Shorttrack-Läufer Kei Saito hat für den ersten Dopingfall bei den Olympischen Winterspielen gesorgt. Wie die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportschiedsgerichtshofes (Cas) am Dienstag in Pyeongchang mitteilte, wurde bei der Analyse einer Trainingskontrolle das Diuretikum Acetalozamid entdeckt. Der 22 Jahre alte Dritte der Junioren-WM 2013 wurde vorläufig für die Wettkämpfe in Pyeongchang suspendiert. Er verließ das olympische Dorf freiwillig. Über eine Sanktion will der Cas bis zum Ende der Winterspiele entscheiden.

          Entschieden hat sich auch die zweimalige Olympiasiegerin Laura Dahlmeier: Nämlich abermals an den Start zu gehen am Mittwoch im Biathlon-Einzel. Die 24-Jährige hatte nach ihrem Triumph am Montag in der Verfolgung einen geplanten TV-Auftritt wegen Erschöpfung absagen müssen. Der Verzicht auf den Besuch im TV-Studio hatte jedoch nur den Grund, die siebenmalige Weltmeisterin zu schonen. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Und es wäre auch nicht gegangen. Ich war körperlich schon echt kaputt“, sagte Dahlmeier. Bei der WM im vergangenen Februar in Tirol hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres gleich zweimal nach einem Wettkampf einen Schwächeanfall erlitten. „Ich habe schon oft genug bewiesen, dass ich mich innerhalb von ein, zwei Tagen ganz gut regenerieren kann. Und so ist auch der Fahrplan für die nächsten Tage.“ Damen-Bundestrainer Gerald Hönig sagte: „Laura geht es soweit gut, wir müssen uns keine Sorgen machen. Aber wir werden Laura hier und da schützen, um ihre Leistungsfähigkeit hochzuhalten.“

          Neben Dahlmeier gehen im Klassiker auch Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt an den Start. Preuß und Hammerschmidt rutschen für Denise Herrmann und Vanessa Hinz ins Team, die in Sprint und der Verfolgung gelaufen waren. Das Rennen über 15 Kilometer wird um 12.00 Uhr MEZ (im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia und bei Eurosport) im Alpensia Biathlon-Center gestartet.

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