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Frauenquote für Vorstände : Allein unter vielen Männern

Einzige Frau unter 30 Chefs: Belén Garijo wird 2021 die Führung des Pharmakonzerns Merck übernehmen – und dann die einzige Chefin eines der 30 Dax-Unternehmen sein. Bild: Frank Röth

Viele Betriebe in Hessen erfüllen bereits die geplante Frauenquote für Vorstände. Eine Reihe bekannter Unternehmen müsste sein Management aber neu besetzen, wenn die Regelung in Kraft tritt.

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          Wenn der Pharmakonzern Merck im Mai 2021 eine neue Leitung erhält, wird er endgültig zum Vorzeigeunternehmen– zumindest mit Blick auf die Frauenquote. Der Darmstädter Konzern in Familienbesitz wird von da an von Belén Garijo geführt werden, der dann wohl einzigen Frau an der Spitze eines der 30 Dax-Unternehmen – der zweiten überhaupt in diesem Kreis.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dass es künftig mehr werden, soll ein neues Gesetz erreichen, auf dass sich die Koalition aus Union und SPD in Berlin geeinigt haben. Demnach soll es Unternehmen verbindlich vorgeschrieben werden, dass mindestens ein Vorstandsmitglied weiblich sein muss. Die Regel soll nur für Betriebe gelten, die mindestens 2000 Mitarbeiter haben, börsennotiert sind und deren Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern besteht.

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