FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Krankenhausfinanzierung :
Toxische Bedingungen für Kliniken

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Zweistellige Millionendefizite drohen Kliniken in Hanau und Gelnhausen, wenn die Bundesregierung nicht für mehr Unterstützung in schwierigen Zeiten sorgt.

Vor Defiziten in Millionenhöhe warnen Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (beide SPD) für die Kliniken in Kreis und Stadt im Jahr 2023. Im laufenden Jahr wird nach ihren Angaben bei den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern sowie beim Klinikum Hanau ein Minus von jeweils fünf Millionen Euro entstehen. Dieser Fehlbetrag werde sich bei den Main-Kinzig-Kliniken im nächsten Jahr auf 18,8 Millionen Euro erhöhen. Beim Klinikum Hanau wird mit einem Defizit von 15 Millionen Euro gerechnet. In dieser misslichen Lage sehen sich Stolz und Kaminsky nicht allein. „Deutschlandweit können 96 Prozent der Krankenhäuser ihre Kosten nicht mehr aus den laufenden Einnahmen decken, es drohen im ganzen Land Klinikinsolvenzen“, befürchtet der Hanauer Oberbürgermeister.

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