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Altenstadt-Waldsiedlung : Skandal um NPD-Ortsvorsteher vergessen machen

  • -Aktualisiert am

Das Gesicht des Ortsbeirats: die Ortsvorsteherin Tatjana Cyrulnikov Bild: Wolfgang Eilmes

Tatjana Cyrulnikov möchte das Image von Altenstadt-Waldsiedlung verbessern helfen. Sie folgte vor guten einem Jahr als Ortsvorsteherin dem abgewählten NPD-Mitglied Stefan Jagsch. Wie geht es ihr und dem Ort heute?

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          Waldsiedlung? Hört sich nach einem schönen Fleckchen inmitten der Natur an. Doch der Ortsteil Altenstadts ist nicht mit Postkartenmotiven bekannt geworden, sondern einem Skandal. Im September 2019 wurde Stefan Jagsch von der NPD zum Ortsvorsteher der 2650 Einwohner zählenden Gemeinde gewählt. Der Aufschrei war groß. In ganz Deutschland und darüber hinaus wurde berichtet. Wochenlang war das Örtchen in den Schlagzeilen. Jagsch wurde schließlich im Oktober 2019 vom Ortsbeirat wieder abgewählt. Ihm folgte die seinerzeit erst 22 Jahre alte Tatjana Cyrulnikov.

          Die CDU-Politikerin ist inzwischen 24. An die turbulenten Anfänge kann sie sich gut erinnern. Damals sei sie von den vielen Anfragen der Medien leicht überfordert gewesen. „Tagesschau“, „Hessenschau“, selbst die „New York Times“ hätten berichtet. Auch ihre Familie sei gestresst gewesen. „Bild“-Reporter hätten vor der Haustür gestanden, ihre Mutter sei permanent angerufen worden. Deshalb sei sie dankbar für die Hilfe, die sie von ihrer Partei bekommen habe. Bastian Zander, Pressesprecher der hessischen CDU, habe ihr vieles abgenommen.

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