Offenbach : Politiker machen Weg frei für Tugce-Brücke

In Offenbach könnte bald eine Brücke nach der getötete Studentin Tugce Albayrak benannt werden. Die Politiker haben ihren Namen auf eine Vorschlagliste gewählt.
Die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung hat am späten Donnerstagabend den Weg frei gemacht für die Benennung einer Brücke nach der getöteten Studentin Tugce Albayrak. Die Stadtvertreter sprachen sich mehrheitlich dafür aus, ihren Namen auf eine Vorschlagsliste zur Straßenbenennung zu setzen, wie das Amt für Öffentlichkeitsarbeit am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Eine Arbeitsgruppe, der alle Fraktionsvorsitzenden angehören, werde über den Vorschlag beraten. Wann eine Entscheidung fällt, stehe noch nicht fest.
Die junge Frau, die in Gießen Deutsch und Ethik für das Lehramt studierte, hatte Mitte November zwei Mädchen helfen wollen und dafür mit ihrem Leben bezahlt. Sie soll sich nach Aussagen von Zeugen in einem Schnellrestaurant in Offenbach eingemischt haben, als die beiden Teenager im Toilettenbereich von mehreren Männern belästigt wurden.
Als die junge Frau später das Fast-Food-Lokal verließ, wurde sie auf einem Parkplatz von einem jungen Mann zu Boden geprügelt. Tugce fiel ins Koma und erlag im Alter von 23 Jahren ihren schweren Schädel-Hirn-Verletzungen. Der Tod der jungen Frau löste eine Welle der Anteilnahme und Solidarität aus.




