FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Lipödem und Adipositas :
Wenn das Fettgewebe verklumpt

Von
Katja Winter
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Vergleich der Kompressionshosen der Patientin, die sie vor und nach der Operation getragen hat.
Vergleich der Kompressionshosen der Patientin, die sie vor und nach der Operation getragen hat.Martin Albermann

Nachdem sie 70 Kilogramm abgenommen hatte, schwollen ihre Beine an und taten weh. Silke Kammer leidet an einem Lipödem. Diese Krankheit betrifft schätzungsweise knapp vier Millionen Deutsche – vor allem Frauen.

Probleme mit dem Gewicht begleiten Silke Kammer schon ihr Leben lang. Nach ihrer Geburt verweigerte sie die Nahrung. Als die Krankenschwestern ihren letzten Trumpf zogen – eine Babymilch voller Zucker und Fett –, trank das Kind und spuckte nicht mehr. „Kann sein, dass damit alles anfing“, erzählt die heute 43 Jahre alte Bad Nauheimerin. Denn seither hat Silke Kammer mit Übergewicht zu kämpfen. Schon in der Grundschule waren Diäten für sie ein Thema. Wirklich schlank sei sie nie gewesen, sagt Kammer. 2015 brachte sie es auf ein Körpergewicht von 160 Kilogramm und einen Body-Mass-Index von mehr als 50. Nach der Diagnose Adipositas wurde ihr ein Magenbypass gelegt und sie verlor in den folgenden eineinhalb Jahren 70 Kilogramm Körpergewicht.

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