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Der Synodale Weg : Die jungen Wilden und die Kirche

  • -Aktualisiert am

Katholische Jugend von heute: Zoom-Meeting der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands Bild: KLJB

Am Freitag treffen sich die Mitglieder des Synodalen Wegs. Die meisten gehören zur älteren Generation. In Frankfurt sind auch drei junge Frauen dabei.

          4 Min.

          Ein ganz normaler Sonntagmorgen, irgendwo in Deutschland. In der Kirche lässt der Priester den Blick über die Bankreihen streifen. Überwiegend sitzen dort Menschen mit ergrauten und weißen Köpfen. Hinter dem Rücken des Priesters versuchen die Messdiener ein Gähnen zu unterdrücken. Wer katholisch aufgewachsen ist, dem dürfte diese Szene bekannt vorkommen. Fast schon metaphorisches Potential birgt sie für die vielen junge Menschen, die sich in der Kirche engagieren: Allzu oft wenden sich ihnen die Rücken zu, allzu oft stehen sie mit ihren Anliegen nicht im Fokus der Kirchenvertreter. Beim Synodalen Weg, dem großen Reformprojekt der katholischen Kirche, versuchen 15 junge Menschen, das zu ändern. Keiner von ihnen ist älter als 30 Jahre, sie alle sitzen überhaupt erst auf Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Synodalversammlung. Am Freitag treffen deren 230 Mitglieder coronabedingt an fünf verschiedenen Orten in ganz Deutschland für eintägige Regionalkonferenzen zusammen.

          In Frankfurt sind drei junge Frauen dabei, die zu den 15 Synodalen unter 30 gehören. Daniela Ordowski, Vera Scheuermayer und Paulina Hauser kommen aus den Bistümern Limburg, Mainz und Fulda. Seit Monaten haben sie sich wegen der Pandemie nur über Videokonferenzen sehen können. Wie schon bei der ersten Synodalversammlung im Januar standen die 15 jungen Mitglieder trotz Pandemie im regen Austausch.

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