Eintracht Frankfurt : Stiche ins Herz

Das Pokal-Aus in Aue macht der Eintracht zu schaffen, doch Trainer Veh bemüht sich trotz großer Abwehrnöte um Gelassenheit: „Ich verfalle jetzt nicht in Hektik.“ Trapp steht zum Bundesliga-Start im Tor.
Sebastian Jung Innenverteidiger? Was auf den ersten Blick kurios klingt, ist so abwegig nicht. Armin Veh selbst, der Trainer der Frankfurter Eintracht, hat diese Möglichkeit ins Spiel gebracht. „Das ist eine Überlegung.“ Zu eklatant waren die Mängel, die die Hessen in der Innenverteidigung bei ihrer 0:3-Pokalniederlage in Aue offenbarten. In der Schlussviertelstunde, als das Aus im Pokal deutliche Konturen annahm, musste Jung vom rechten Außenposten in die Zentrale rücken. Der etatmäßige Stopper Vadim Demidov war mit den Kräften am Ende. Am Tag danach und mit dem Abstand von einer Nacht sagte Veh: „Ich wüsste nicht, was die Mannschaft falsch gemacht hat.“ Ihr großes Pech: Sie musste gut fünfzig Minuten mit zehn Bundesligaprofis versuchen, die spielerisch unterlegenen, aber kämpferisch hoch motivierten Zweitligakicker aus dem Erzgebirge entscheidend zu treffen. Ein Plan, der nicht aufging. Torwart Kevin Trapp, der in der 19. Minute nach seinem Elfmeter bringenden Foulspiel des Feldes verwiesen worden war, sagte am Montag kurz und knapp: „Dumm gelaufen.“ Die neue erste Kraft im Tor der Eintracht kann sich trotzdem der Rückendeckung seiner Vorgesetzten sicher sein. „Kevin hat keine Schuld“, befand Veh. Und Sportdirektor Bruno Hübner sagte, „dass wir gut ins Spiel gekommen sind und es kontrolliert haben. Aber ein solcher Rückpass darf halt nicht passieren. Nach der Roten Karte war die Partie nicht mehr zu gewinnen.“





