FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Soziale Berufe und Corona :
Von der „Bastel-Tante“ zur Heldin

Von
Astrid Ludwig
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Erst belächelt, dann gefeiert: Soziale Jobs, etwa in der Kindertagesstätte, haben an Ansehen gewonnen.
Erst belächelt, dann gefeiert: Soziale Jobs, etwa in der Kindertagesstätte, haben an Ansehen gewonnen.dpa

In der Anfangsphase der Pandemie wurden sie als Helden gefeiert: Soziale und pflegerische Berufe haben in Corona-Zeiten an Wertschätzung gewonnen. Doch schlägt sich das auch an den Hochschulen nieder?

Das Virus hat vieles verändert, auch die Sicht auf Berufsbilder. Plötzlich gilt als „systemrelevant“, wer gestern vielleicht noch als Bastel-Tante im Kindergarten bezeichnet oder als schlechtbezahlte Pflegekraft in Krankenhaus und Altenheim belächelt wurde. Die Pandemie verändert die Dimensionen – und mit ihnen auch Berufs- und Studienwünsche. Im Juli präsentierte das Bundesjugendministerium eine neue Studie des Sinus-Instituts, wonach sich aktuell rund ein Viertel der Jugendlichen vorstellen kann, in der Kinderbetreuung oder in der Pflege zu arbeiten. Soziale Tätigkeiten, so das Ministerium, sind für junge Menschen grundsätzlich interessant, doch die Corona-Krise scheint dieses Interesse zu verstärken. Denn seit in Pandemie-Zeiten das Rampenlicht auf diese Berufsbilder fällt, steigt auch die Anerkennung.

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