Bad Homburg : Die fehlende Seitenzahl als Verdachtsmoment

Akteneinsichtsausschüsse sind bei den Bad Homburger Politikern ein häufig genutztes Mittel zur Kontrolle der Stadtverwaltung. Allein drei gab es zu einem Bauvorhaben.
Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Auf der einen ist die Welt im Bad Homburger Rathaus in Ordnung: „Die Verwaltung hat ordnungsgemäß gearbeitet, es gab keine Beanstandungen oder Unregelmäßigkeiten und es ist keinerlei Schaden für die Stadt Bad Homburg entstanden.“ So steht es im Abschlussbericht des Akteneinsichtsausschusses „Ruland-Baugenehmigungsverfahren“, der sich mit einem Bauvorhaben im Stadtteil Ober-Eschbach befasst hat. Das Bündnis aus SPD, Grünen, Bürgerliste Bad Homburg (BLB) und Neuer Homburger Union (NHU) hat ihn so mehrheitlich im Bauausschuss beschlossen. Doch da gibt es noch die andere, dunkle Medaillenseite, bei der schon allein die Aktenlage verdächtig ist. CDU und FDP beklagen in ihrem eigenen Bericht unvollständige Unterlagen, nicht numerierte Aktenblätter und fehlende Telefonnotizen. Auch inhaltlich kommen die beiden Fraktionen zu einem anderen Ergebnis.





