Urlaub in Thessaloniki : Hier leuchtet ja noch Licht!

Ein Zimmer, das sanfte Ruhe ausstrahlt, ein Tisch, auf dem „Hundert Jahre Einsamkeit“ liegt: „The Modernist Hotel“ in Thessaloniki ist der Inbegriff des zeitgenössischen Stadthotels.
Wenn man spät ankommt, sehr spät, weil der Billigflieger auf dem Rollfeld zu verwaisen drohte, man geschlagene vier Stunden auf ein „Refill“ von Benzin warten musste und also erst gegen 3 Uhr in der Nacht landet und um halb vier morgens mit dem Taxi in der Stadt ist, dann ist im Modernist Thessaloniki immer noch jemand da und wartet. Dann leuchtet als einziges in der sonst stockdunklen Straße ein versöhnlich warmes Licht in der kleinen Lobby, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Vor der Tür liegt ein Hund und hebt, als man aus dem Taxi springt, kurz zur Begrüßung den Kopf. Wie oft hat man schon erlebt, dass man um eine solche Zeit vor einem Hoteleingang nach versteckten Nachtklingeln oder Telefonnummern suchen musste, mit seinem Koffer hilflos vor einer verschlossenen Schiebe- oder Drehtür stand und sich fühlte, als wäre man weder bestellt noch abgeholt, bis einem irgendwann ein mürrischmüder Nachtportier aufmachte und mit vorwurfsvoller Geste den Zimmerschlüssel in die Hand warf.


