Geflüchtete Ukrainerinnen : Homeoffice fernab der Heimat

Nach dem russischen Angriff verließ Kateryna Peters die Ukraine. Wie viele andere packte sie ihren Laptop ein – und nahm ihre Arbeit mit. Trotzdem kommt der Krieg manchmal ganz nah.
Die Wand hinter Kateryna Peters ist grasgrün. Wo Wand und Tür sich treffen, ist eine kleine weiße Stuckverzierung zu erahnen. Viel mehr als Wand, Stuck und Katerynas Gesicht sehen ihre Kollegen und Klienten in diesen Tagen nicht von ihr – sie arbeitet komplett aus der Distanz, hundert Prozent Homeoffice; Zoom ist ihr wichtigster Kommunikationskanal. Nichts Ungewöhnliches mehr seit der Pandemie – ungewöhnlicher ist der Stellenwert, den der Arbeitsplatz für Kateryna einnimmt: die einzige Stütze, nachdem Bomben, Krieg und Flucht ihr gesamtes sonstiges Lebensumfeld genommen haben. Die einzige Konstante in Zeiten permanenten Umbruchs. Eine Zukunftsperspektive in einem Moment, in dem ihre Zukunft bloß noch aus Fragezeichen besteht.
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