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Vermisste Arzu Ö. : Kurdin vermutlich Opfer eines sogenannten „Ehrenmordes“

  • Aktualisiert am
Trauer um Arzu Ö. in Detmold
          1 Min.

          Bei dem am Wochenende in der Nähe von Lübeck gefundenen Leichnam handelt es sich um die sterblichen Überreste der seit Anfang November vermissten Kurdin Arzu Ö. aus Detmold. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Zur Todesursache wollten sich die Ermittler nicht äußern, doch sind sie davon überzeugt, dass die 18 Jahre alte Frau Opfer eines sogenannten „Ehrenmordes“ wurde, weil ihre Familie missbilligte, dass sie eine Beziehung mit einem jungen deutschen Arbeitskollegen hatte.

          Der Todeszeitpunkt, hieß es weiter, sei noch unklar. Einen Bericht des „Westfalen-Blatts“, wonach Arzu bereits am 1. November erschossen worden sei, wollte der Staatsanwalt nicht bestätigen. Die Zeitung berichtet darüber hinaus, dass sich die Ermittler nun auf den inhaftierten Bruder Osman konzentrierten.

          Am 1. November sollen die vier Brüder und die ältere Schwester nachts die Wohnung von Arzus 23 Jahre altem Freund gestürmt haben, einer von ihnen soll bewaffnet gewesen sein. Sie sollen dem jungen Mann einen Finger gebrochen und Arzu aus der Wohnung gezerrt haben.

          Was danach geschah, wissen nur die fünf Geschwister. Alle werden der Geiselnahme mit Todesfolge beschuldigt. Bisher haben sie geschwiegen. Jetzt wird damit gerechnet, dass zumindest einige von ihnen aussagen. Die Bielefelder Mordkommission hat die Ermittlungen von der Polizei in Lübeck übernommen.

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