Tierschutz : Schluss für Affen und Giraffen?

Der Bundesrat ist für ein Wildtierverbot in Zirkussen. Zirkusdirektoren sehen darin das Ende des Manege-Lebens.
Deutschlands größter Zirkus, der Münchner Zirkus Krone, sei einer der am meisten kontrollierten Tierhaltungsbetriebe der Welt, sagt Krone-Sprecher Frank Keller. In allen 28 Städten, in denen sein Unternehmen in diesem Jahr gastiert habe, sei der Tierbestand von einem Amtsarzt überprüft worden. Doch diese Kontrollen hält der Bundesrat nicht für ausreichend. In einer am Freitag verabschiedeten Entschließung forderte er das Verbot der Haltung einer Reihe von Wildtieren in den fahrenden Betrieben, da diese nicht für eine artgerechte Unterbringung sorgen könnten. Damit folgte der Bundesrat einer Empfehlung des Agrarausschusses. Das "Manege frei" für endlos lange Giraffenbeine und watschelnde Flusspferde auf den Sägespänen unter der Zirkuskuppel könnte also bald der Vergangenheit angehören.





