Unvollständiger Impfschutz : 24 Masernfälle in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen gemeldet

Bereits 24 Masernfälle wurden seit Jahresbeginn in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Vor allem trifft es Kinder, die nicht geimpft sind.
In Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr bereits 24 Masernfälle gemeldet worden. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums des Landes der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). Zum Vergleich: In den Jahren 2021 und 2022 gab es den Angaben zufolge jeweils nur zwei Masernfälle, im Jahr 2023 waren es 15. Im Vor-Corona-Jahr 2020 gab es 20 Fälle.
„Der Schwerpunkt des Maserngeschehens in NRW seit Jahresbeginn liegt bei Kindern“, so die Sprecherin weiter. Die Patienten hatten gar keinen oder nur einen unvollständigen Impfschutz. Dafür könne es viele Gründe geben: „Dies sind verpasste oder verschobene Termine insbesondere bei Kindern während pandemischer Zeiten, eine geringe Risikowahrnehmung bezüglich der Masernerkrankung oder auch Vorbehalte gegenüber der Sicherheit von Impfungen“, erklärte die Sprecherin.
Symptome der Infektionskrankheit sind etwa Fieber, Bindehautentzündung und der typische Hautausschlag. Als Komplikationen können Mittelohr- und Lungenentzündungen, sehr selten eine Gehirnentzündung auftreten. Eine Infektion schwächt häufig für längere Zeit das Immunsystem. Wer einmal Masern hatte, ist immun.





